Bildquelle: Pressefoto Alibaba – Source: www.alibabagroup.com

Fast zwei Jahre lang drehte sich in Zusammenhang mit Aktien chinesischer Unternehmen alles um das Thema Handelsstreit zwischen China und den USA. Jetzt ist das Corona-Virus in den Vordergrund gerückt. So auch, wenn Alibaba (WKN: A117ME / ISIN: US01609W1027) im Fokus steht. Zumal der E-Commerce-Riese den Kampf gegen COVID-19 auch als Chance begreift.

Neue Technologien im Kampf gegen COVID-19

Alibaba bietet fortschrittliche Technologien in den Bereichen Cloud Computing und Künstliche Intelligenz an, um unter anderem den weltweiten Datenaustausch und die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Pflegekräften zu verbessern. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Videokonferenzplattform DingTalk als Teil der Alibaba Cloud.

Normalerweise dient sie rund 120 Millionen chinesischen Studenten dazu, Vorlesungen live zu streamen. In Zeiten der Corona-Krise hilft sie im weltweiten Kampf gegen Corona. Besonders interessant: Die Videokonferenzen werden in Echtzeit in elf Sprachen übersetzt, was besonders wichtig ist, wenn sich Wissenschaftler oder Ärzte aus allen Teilen der Welt austauschen möchten. Auf diese Weise kann es Alibaba dem großen Konkurrenten Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) gleichtun und dem immer wichtiger werdenden Cloud-Bereich Dynamik verliehen.

Alibaba-Chart: Börse Stuttgart

Alibaba will es Amazon gleichtun

Noch ist die Cloud-Sparte bei Alibaba im Vergleich zu Amazon Web Services (AWS) und den eigenen konzernweiten Umsätzen relativ gering. Im Dezember-Quartal lagen die Erlöse bei 10,7 Mrd. Yuan (ca. 1,54 Mrd. US-Dollar). Amazon erlöste in der gleichen Zeit mit seinem Cloud-Geschäft rund 10,0 Mrd. US-Dollar.

Immerhin konnte Alibaba mit einem satten Umsatzplus von 62 Prozent aufwarten. Zudem sollen weitere milliardenschwere Investitionen die Cloud-Sparte weiter beflügelt. Schließlich hat sich bei Amazon gezeigt, dass dieser Bereich auch die Profitabilität stark verbessern kann. Allerdings ist es nicht so, dass Alibaba in anderen Bereichen keine Erfolge feiern würde.

Das Coronavirus zwingt die Menschen zu Hause zu bleiben. Entsprechend müssen immer mehr Waren online bestellt werden. Gut für ein Unternehmen, das seit vielen Jahren von der Kauflust der Chinesen und der zunehmenden Verbreitung des mobilen Internets profitiert. Auch Bezahldienste wie Alipay können zu den Corona-Gewinnern zählen.

Alibaba-Daten: marketscreener.com

FAZIT

Die Alibaba-Aktie hat sich inzwischen fast vollständig von den im Zuge der Corona-Krise erlittenen Kursverlusten erholt. Kein Wunder. Schließlich hatte die Krise ihren Ursprung in China. Dort hat sich die Lage bereits etwas stabilisiert. Die Menschen kehren langsam in ihr Alltagsleben zurück. Zudem sorgt Alibaba mit der Konzentration auf Wachstumsbereiche wie E-Commerce oder Cloud Computing auch mittel- bis langfristig für reichlich Potenzial.

Anleger, die von der Stärke von Alibaba überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VE2U86 / ISIN: DE000VE2U863) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VE5R46 / ISIN: DE000VE5R466) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Alibaba

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