Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Das Coronavirus hat dafür gesorgt, dass weltweit Großveranstaltungen abgesagt wurden. Neben dem Oktoberfest traf es auch Olympia und die Fußball-EM. In Zeiten der Corona-Krise gibt es ohnehin wichtigeres als den Sport. Für Bundesliga-Vereine wie Borussia Dortmund (WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092) ist die derzeitige Situation gleich aus mehreren Gründen eine große Herausforderung.

Letzter Ausweg Geisterspiele

Auf Ligaseite ist man bei entsprechenden Genehmigungen von den Behörden bereit, den Spielbetrieb fortzusetzen. Als frühester Termin gilt der 9. Mai 2020, allerdings auch nur ohne Zuschauer. Sogenannte „Geisterspiele“ schaden vor allem Vereinen aus unteren Ligen, die auf die Zuschauereinnahmen in besonderer Weise angewiesen sind.

Doch auch bei Vereinen wie dem BVB, der immerhin die meisten Zuschauer pro Spiel in der Fußball-Bundesliga verbuchen kann, dürfte man über die Lage nicht froh sein. Zumal es alles andere als sicher ist, dass die unterbrochene Saison 2019/20 überhaupt zu Ende gesielt werden kann.

Transfermarkt trockengelegt?

Auch aus einem anderen Grund kommt die Coronakrise für Borussia Dortmund zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Neben direkten finanziellen Einbußen, zum Beispiel in Sachen Zuschauereinnahmen, kommen einige indirekte Faktoren hinzu.

Es sah so aus, als sollte der Verein in diesem Sommer erneut unglaubliche Summen am Transfermarkt generieren. Im Fokus stand ein mutmaßlicher Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United (WKN: A1J2MK / ISIN: KYG5784H1065). In den vergangenen Jahren sind die Ablösesummen im Fußball durch die Decke gegangen. Ein Wechsel des jungen Briten Sanco auf die Insel, und dann auch noch zu Manchester United, hatte das Potenzial, besonders hohe Summen zu generieren. Doch bei Manchester scheint man in dieser Hinsicht immer mehr Kalte Füße zu bekommen.

So berichtete der „kicker“, dass Manchester Uniteds Geschäftsführer Ed Woodward nicht daran glauben würde, infolge der Coronavirus-Krise in diesem Sommer 100 Mio. Euro für einen Spieler ausgegeben zu können. Vor Corona hätte Sancho mit Sicherheit eine Ablösesumme von mehr als 100 Mio. Euro generieren können. Zumal Manchester-United-Legende Gary Neville laut „kicker“ glaubt, dass der Hype, der um Sancho vor allem auf der Insel gemacht wird, nicht verhältnismäßig sei.

FAZIT

Selbst wenn es irgendwie möglich sein sollte, die laufende Bundesliga-Saison bis zu ihrem ursprünglich geplanten Ende am 30. Juni 2020 zu Ende zu spielen, dürften die Folgen des Coronavirus noch eine Weile zu spüren sein. Zumal auch der Beginn der neuen Saison, bisher in der Regel Ende August, ebenfalls unter Ausschluss der Zuschauer erfolgen dürfte. Entsprechend sollte es für die BVB-Aktie nicht einfach werden, schnell an die positive Kursentwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Schließlich könnten auch die Börsenturbulenzen insgesamt anhalten, was alles andere als förderlich für Nebenwerte wie die im Kleinwerteindex SDAX gelistete BVB-Aktie wäre.

Wer gehebelt von Kurssteigerungen der BVB-Aktie profitieren möchte, setzt beispielsweise auf entsprechende Hebelprodukte, wie dieses Faktorzertifikat Long (WKN: MC7N8N / ISIN: DE000MC7N8N9). Für Shorties existieren ebenfalls genügend passende Produkte (WKN: MF81MM / ISIN: DE000MF81MM9).

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[…] besonders hohe Summen zu generieren. Doch bei Manchester scheint man in dieser Hinsicht immer mehr Kalte Füße zu bekommen. Außerdem sollte die Coronavirus-Pandemie den Transfermarkt insgesamt […]

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[…] Coronavirus-Pandemie hat erhebliche negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb von Borussia Dortmund (WKN: 549309 / ISIN: DE0005493092), wie eine aktuelle Ad-hoc-Mitteilung vom Montagnachmittag […]