Bildquelle: Pixabay / picselweb

Die Diskussion über das ursprünglich geplante Einfrieren den Filial-Mietenzahlungen machte bereits deutlich, dass adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) durch die Coronavirus-Pandemie erheblich getroffen wird. Jetzt zeigen die neusten Geschäftszahlen konkret, wie hoch das Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden bisher ist.

Massiver Gewinneinbruch

Im ersten Quartal, in dem sich die Folgen der Ladenschließungen zur Eindämmung der Pandemie niederschlugen, verringerten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wurde sogar ein Einbruch um 97 Prozent auf 20 Mio. Euro verzeichnet. Beim Betriebsergebnis hat es der DAX-Konzern gerade noch so geschafft, ein positives Ergebnis zu erzielen. Dieser lag mit 65 Mio. Euro aber 93 Prozent unter dem Betriebsgewinn im Vorjahreszeitraum (875 Mio. Euro).

Keine Entspannung in Sicht

„Unsere Ergebnisse für das erste Quartal verdeutlichen die ernsthaften Herausforderungen, die der globale Ausbruch des Coronavirus selbst an gesunde Unternehmen stellt“, erklärte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Für das derzeit laufende, zweite Quartal sieht das in Herzogenaurach ansässige Unternehmen keine Entspannung der Situation. Ganz im Gegenteil: adidas prognostiziert einen nochmals stärkeren Rückgang bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis.

Ladenschließungen

Der Sportartikelhersteller leidet weiterhin unter seinen Ladenschließungen. Noch immer seien weltweit über 70 Prozent der Läden geschlossen, gab der Konzern bekannt. Einen Ausblick für 2020 gibt adidas weiter nicht ab. Die ursprüngliche Prognose hatte der Konzern zuletzt wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise revidiert.

Es gibt aber auch einen Lichtblick: Ein gut laufendes E-Commerce-Geschäft könnte dem Konzern aus der Krise helfen. „Wir konzentrieren uns derzeit auf die Bewältigung der Situation und verstärken unseren Einsatz, um von der Erholung in China und den Möglichkeiten im E-Commerce zu profitieren“, verkündete Rorsted.

Notfallkredit

Vor zwei Wochen hatte sich adidas einen Notfallkredit über 3 Mrd. Euro beschafft. 2,4 Mrd. Euro davon übernimmt die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Allein im ersten Quartal flossen bei Adidas im operativen Geschäft mehr als 1,4 Mrd. Euro ab, was durch die Nutzung von Kreditlinien ausgeglichen wurde. Ende März hatte Adidas damit knapp 2 Mrd. Euro zur Verfügung. Trotzdem will das Unternehmen den öffentlichen Kredit so schnell wie möglich zurückzahlen.

An der Börse wurde adidas durch den jüngsten Crash kräftig zurückgeworfen. Nachdem die Aktie im Januar ein Allzeithoch bei 317 Euro markierte, folgte bis Mitte März eine Korrektur um 49 Prozent auf 162 Euro. Bis Ende April konnten sich die Notierungen zeitweise wieder bis in den Bereich der 210er-Marke nach oben arbeiten.

Das sind die nächsten Kursziele

Sollte sich die jüngste Aufholbewegung fortsetzen, liegt das nächste Kursziel bei 266 Euro (200-Tage-Linie). Gelingt hier der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrend, stellt sich die nächste Zielmarke auf 317 Euro (Januar-Allzeithoch). Mittelfristig eröffnet sich damit aktuell eine Gewinnperspektive von rund 50 Prozent.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer starken Aktie aus dem Handels- und Konsumartikelbereich ist, sollten deshalb einen Einstieg bei adidas in Erwägung ziehen. Langfristig hat dieser Titel den meisten Anlegern viel Freude bereitet. Seit dem Börsengang im Jahr 1995 haben die Notierungen im Schnitt um rund 11 Prozent jährlich zugelegt.

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der adidas-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7R7E / ISIN: DE000MC7R7E6) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben Gelegenheit mit entsprechenden Short-Hebelprodukten (WKN: MC70ZL / ISIN: DE000MC70ZL3) auch auf fallende Kurse der adidas-Aktie zu setzen.

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