Bildquelle: Pixabay / Anrita1705

Prozesse werden angeschoben

Erste europäische Regierungen lockern die im Zuge der Coronavirus-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen. Endlich haben auch wieder Geschäfte abseits des Lebensmitteleinzelhandels geöffnet. Allerdings sind wir noch sehr weit davon entfernt, die Krise hinter uns zu lassen. Dies könnte Monate, wenn nicht sogar einige Jahre dauern. Im kommenden Winter könnte es zu einer sogenannten zweiten Welle von Ansteckungen mit SARS-CoV-2 kommen. Ein Impfstoff könnte erst im Verlauf des Jahres 2021 auf den Markt kommen. Und selbst dann ist nicht sofort sichergestellt, dass die flächendeckende Impfung gewährleistet ist. Darüber hinaus wird COVID-19 mittel- bis langfristig das Verhalten der Menschen beeinflussen. Auch wenn erste Geschäfte abseits des Lebensmitteleinzelhandels öffnen, stürmen die Menschen nicht gleich in die Innenstädte zum Einkaufsbummel. Schließlich bleiben die Sorgen, sich trotz Vorkehrungsmaßnahmen wie des Tragens von Atemschutzmasken mit dem Virus anzustecken. Es ist davon auszugehen, dass das Coronavirus einige bereits in den vergangenen Jahren beobachtete Trends, verstärken dürfte.

Auch wenn vonseiten der Banken hervorgehoben wird, dass der Umgang mit Münzen und Geldscheinen beim Einkaufen sicher sei, dürften bei vielen Menschen Restzweifel bleiben. Um auf Nummer sicher zu gehen, dürften viele Menschen noch schneller dem Bargeld Lebewohl sagen und auf bargeldlose Zahlungen wie Giro- und Kreditkarten sowie Mobile Payment umsteigen. Andere werden sich den Weg in die stationären Läden ganz sparen und ihre Einkäufe online und bequem von der heimischen Couch erledigen. Zu den Profiteuren der Krise dürften daher nicht nur die klassischen Online-Händler wie Amazon gehören. Das Thema Essensauslieferungen hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie an Dynamik gewonnen. Dies kommt wiederum Kreditkartenunternehmen und Zahlungsabwicklern zugute. Schließlich müssen auch die Einkäufe über das Internet digital abgewickelt werden. An den Märkten sind diese Entwicklungen nicht unbemerkt geblieben. So ist es zum Beispiel zu erklären, dass die Aktie des US-E-Commerce-Riesen Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) ausgerechnet mitten in der Coronavirus-Krise auf ein neues Allzeithoch klettern konnte. Abseits der Investition in vielversprechende Einzelwerte existieren inzwischen auch einige interessante strukturierte Produkte, die sich dem Thema „Stay at Home“ widmen.

Die Qual der Wahl

Der Indexanbieter Solactive hat einen „Stay At Home Index“ aufgelegt. Diesen gibt es in zweifacher Ausführung, einmal die US-Variante und einmal für den europäischen Markt. Der Solactive Stay At Home (EU) Index und der Solactive Stay At Home (US) Index bieten Anlegern gemäß ihrer Präferenzen in Bezug auf europäische- und US-Titel die Chance, auf einen Schlag gleich in mehrere Unternehmen zu investieren, die sich Trends rund um das verstärkte zu Hause bleiben der Menschen angenommen haben.

Im Solactive Stay At Home (EU) Index sind Unternehmen aus verschiedenen Branchen zu finden. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Wirecard-Konkurrent Adyen (WKN: A2JNF4 / ISIN: NL0012969182) aus den Niederlanden. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren durch ein starkes Wachstum für Aufsehen gesorgt. Nun könnte Adyen als Zahlungsabwickler noch mehr von Trends wie dem Online-Handel oder Mobile Payment profitieren. Wenn es um digitale Zahlungsmöglichkeiten geht, mischen auch das italienische Indexmitglied Nexi oder Worldline aus Frankreich mit. Wenn die Menschen häufiger zu Hause bleiben, müssen sie sich in irgendeiner Weise unterhalten, damit ihnen nicht irgendwann die berühmte Decke auf den Kopf fällt. Dies geht zum Beispiel mit Videospielen. Entsprechend sind Unternehmen wie der polnische Entwickler und Publisher von Computerspielen CD Projekt oder Ubisoft Entertainment aus Frankreich im Solactive Stay At Home (EU) Index vertreten. Auch Anbieter von Online-Casinos wie Evolution Gaming, Flutter Entertainment oder GVC Holdings könnten von der Corona-Krise profitieren. Daher haben entsprechende Titel Eingang in den Solactive Stay At Home (EU) Index gefunden.

Ähnliche Titel sind auch im Solactive Stay At Home (US) Index zu finden. Allerdings ist die Auswahl deutlich größer, da der Index mit 46 Werten gestartet ist gegenüber den lediglich 17 Titeln, die zu Beginn im Solactive Stay At Home (EU) Index zu finden waren. Als weltweit größter Online-Händler führt Amazon die Liste an. Auch Walmart (WKN: 860853 / ISIN: US9311421039) ist vertreten. Zwar ist der Einzelhändler mit stationären Geschäften groß geworden, zuletzt machte das Unternehmen jedoch im Online-Bereich immer mehr Amazon & Co Konkurrenz. Außerdem bleiben die Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte auch in Zeiten von Corona zur Versorgung der Bevölkerung geöffnet, was auch Walmart zugutekommt. Mit Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) ist ein weiteres Unternehmen vertreten, das dafür sorgt, dass den Menschen zu Hause nicht langweilig wird. Mit seinen in Eigenregie produzierten Filmen, Serien und Dokumentationen hat der weltweit führende Streaming-Dienst die gesamte Film- und Fernsehwelt durcheinandergewirbelt. Zuletzt galt an den Märkten auch ein spezieller Blick in Richtung Zoom Video Communications (WKN: A2PGJ2 / ISIN: US98980L1017). Das Coronavirus hat bei dem Spezialisten für Videokonferenzen für enorme Zuwächse bei den Nutzerzahlen gesorgt.

Fazit

Wer als Anleger daran glaubt, dass das Coronavirus den umfangreichen Bereich „Stay at Home“ anschieben sollte und sich nicht für einzelne Werte entscheiden kann, kann einen Blick auf die Solactive Stay At Home Indizes werfen. Mithilfe entsprechender Partizipationszertifikate kann ihre Entwicklung ganz einfach 1:1 nachvollzogen werden. Goldman Sachs hat solche Partizipationszertifikate im Angebot. Das Partizipationszertifikat auf den Solactive Stay At Home (US) Index ist unter der WKN GC2HSJ und der entsprechenden ISN DE000GC2HSJ3 zu finden. Das Partizipationszertifikat auf den Solactive Stay At Home (EU) Index weist die WKN GC2HSH und die ISIN DE000GC2HSH7 auf.

Partizipationszertifikat auf Solactive Stay At Home (US) Index
WKN GC2HSJ
ISIN DE000GC2HSJ3
Emissionstag 15. April 2020
Produkttyp Partizipationszertifikat
Emittent Goldman Sachs
Partizipationszertifikat auf Solactive Stay At Home (EU) Index
WKN GC2HSH
ISIN DE000GC2HSH7
Emissionstag 15. April 2020
Produkttyp Partizipationszertifikat
Emittent Goldman Sachs

 

Melden Sie sich hier für unsere kostenlosen Newsletter an. Sie finden dort unser kostenfreies Newsletter-Angebot u.a. mit “marktEINBLICKE Auf die Schnelle” (Wochentags) und “marktEINBLICKE D-A-CH Rundschau” (Samstags).

Bildquelle: Pixabay / Anrita1705

0 0 vote
Article Rating
Bitte teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments