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Der Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus scheint derzeit in einem großen Maße davon abzuhängen, wie die Wirksamkeit und Sicherheit des ursprünglich gegen Ebola entwickelten Medikaments Remdesivir beim Einsatz bei COVID-19-Patienten in Studien bewertet wird. Remdesivir gehört zum US-Biotechnologiekonzern Gilead Sciences (WKN: 885823 / ISIN: US3755581036).

Hoffnungsträger Remdesivir

Zuletzt gab es ermutigende Neuigkeiten rund um den Hoffnungsträger im Kampf gegen COVID-19. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA hat das Mittel in einem Eilverfahren mit einer Ausnahmegenehmigung zum begrenzten Einsatz in Krankenhäusern versehen. Eine Studie hatte zuvor gezeigt, dass das Mittel die Heilung bei COVID-19-Patienten beschleunigen kann.

Das Unternehmen spendete seinen gesamten Vorrat an Remdesivir der US-Regierung. Diese soll dann entscheiden, welche Gemeinden am stärksten betroffen sind und vornehmlich mit dem Medikament versorgt werden sollen. Der Bedarf ist riesig. Schließlich haben sich die USA mit mehr als 1 Million bestätigten Corona-Fällen zum weltweiten Mittelpunkt der Pandemie entwickelt.

Gilead feiert Comeback

Trotz der zuletzt positiven Signale sind wir weit davon entfernt, Remdesivir als Wundermittel im Kampf gegen COVID-19 zu küren. Weitere Studien sind vonnöten. Gilead hat die Aufmerksamkeit jedoch nicht geschadet. Die Gilead-Aktie konnte in den vergangenen Wochen einen steilen Anstieg hinlegen.

Dabei hatte das Unternehmen solche Erfolgsmeldungen bitter nötig, nachdem der Schwung rund um seine einstigen Hepatitis-C-Mittel Sovaldi und Harvoni abgeflacht war. Diese bekamen es immer mehr mit Konkurrenzprodukten und dem zunehmenden Gegenwind in Bezug auf zu teure Medikamente zu tun.

Coronavirus sorgt für Nachfrageschub

Für das erste Quartal 2020 hatte Gilead einen Umsatzrückgang im Geschäft mit seinen Hepatitis-C-Medikamenten im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent auf 729 Mio. US-Dollar gemeldet. Hauptsächlich verursacht durch niedrigere Verkaufspreise. Dagegen konnten konzernweit dank des Erfolgs einiger Mittel gegen HIV steigende Umsatzerlöse verzeichnet werden.

Diese kletterten um 5 Prozent auf 5,55 Mrd. US-Dollar. Dabei konnte Gilead auf eine gestiegene Nachfrage infolge des Coronavirus verweisen. Dieses lässt die Patienten größere Vorräte von für sie wichtigen Medikamenten anlegen, auch wenn eszunächst gar nicht direkt um die Behandlung von COVID-19 geht.

Alte Höhen

Wenn nun auch noch weitere Erfolge von Remdesivir im Kampf gegen Corona bekannt werden sollten, dürfte dies der Gilead-Aktie weiteren Auftrieb verleihen, so dass selbst das im Jahr 2015 erreichte Allzeithoch bei rund 122 US-Dollar wieder in greifbare Nähe rücken könnte. Aktuell notiert das Papier im Bereich von 80 US-Dollar. Es ist also einiges an Aufholpotenzial vorhanden.

Anleger, die auf steigende Kurse bei Gilead Sciences setzen wollen, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC2VP6 / ISIN: DE000MC2VP67) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Faktorzertifikat Short (WKN: MC3HK8 / ISIN: DE000MC3HK85) die Chance, auf sinkende Kurse zu setzen.

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[…] am Markt gut angekommen sind. Gilead Sciences (WKN: 885823 / ISIN: US3755581036) und das Mittel Remdesivir stehen wiederum angesichts des Kampfes gegen COVID-19 im […]