Bildquelle: markteinblicke.de

Bayern ist im vergangenen Jahr am härtesten von Naturgefahren getroffen worden. Stürme, Hagel und Starkregen verursachten dort versicherte Schäden in Höhe von 675 Mio. Euro. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen und Hessen mit 348 Mio. Euro und 208 Mio. Euro. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.

Deutschlandweit schlugen laut GDV-Angaben Naturgefahren mit 2,1 Mrd. Euro zu Buche. Darin erfasst sind versicherte Schäden an Häusern und Hausrat sowie bei Gewerbe- und Industriebetrieben. „Das Jahr 2019 ist charakteristisch für Extremwetter in Deutschland mit einigen schweren Stürmen, großer Hitze und zum Teil starken lokalen Überschwemmungen“, sagt GDV-Präsident Wolfgang Weiler.

Der tatsächliche Schaden liegt indes noch höher, denn nicht alle Häuser sind rundum geschützt. Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt knapp zehn Millionen Hausbesitzern der Schutz vor Elementargefahren wie Starkregen oder Hochwasser. „Hausbesitzer und Mieter sollten ihren Versicherungsschutz überprüfen und anpassen“, betont Weiler. Die Versicherungsdichte für Elementarschäden liegt bundesweit bei 45 Prozent, heißt es weiter.

Mit 1,8 Mrd. Euro verursachten Sturm und Hagel im Vorjahr die höchsten Schäden. In Bayern entfielen darauf 579 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war vor allem Tief „Jörn“ im Juni. Nordrhein-Westfalen (324 Mio. Euro) und Hessen (174 Mio. Euro) trafen insbesondere die beiden Stürme „Dragi“ und „Eberhard“ im März. Sie sorgten deutschlandweit für Schäden von rund 500 Mio. Euro. Gemessen an der Schadenhäufigkeit war jedoch das Saarland am schwersten von Sturm und Hagel betroffen. Auf 1.000 Sachversicherungsverträge kamen 51,2 Schadensmeldungen. Auf den weiteren Plätzen folgen Sachsen (43,4) und Rheinland-Pfalz (32,3), so der GDV.

Erweiterte Naturgefahren wie Starkregen oder Hochwasser kosteten die Versicherer rund 300 Mio. Euro. Die meisten Schäden gab es wiederum in Bayern (96 Mio. Euro), gefolgt von Baden-Württemberg (43 Mio. Euro) und Hessen (34 Mio. Euro). Ein anderes Bild ergibt sich auch hier bei der Zahl der Schäden im Verhältnis zu den Verträgen. Danach war Berlin mit 12,6 Meldungen pro 1000 Elementarschadenversicherungen am stärksten betroffen – vor Mecklenburg-Vorpommern (10,9) und Hamburg (8,7), heißt es weiter.

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