Bildquelle: Bechtle

Mitte Februar 2020 kletterte die im TecDAX– und MDAX gelistete Bechtle-Aktie (WKN: 515870 / ISIN: DE0005158703) auf ein neues Allzeithoch bei 149,20 Euro. Danach folgte der Corona-Schock. Doch inzwischen hat sich das Papier wieder an diese Rekordmarke herangekämpft. Wie war das so schnell möglich?

Krisensicheres Geschäft?

Das beeindruckende dabei: Die Bechtle-Aktie befindet sich trotz anhaltender Coronavirus-Pandemie auf Rekordjagd. Oder sollte man vielleicht lieber sagen, dass sie sich wegen Corona derzeit so gut entwickelt. Schließlich braucht es in Zeiten von Quarantäne und Homeoffice nicht weniger, sondern deutlich mehr Digitalisierung.

Gut für ein Unternehmen, das mit 75 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie und 24 E-Commerce-Gesellschaften in 14 Ländern zu den führenden IT-Unternehmen in Europa zählt. Bechtle hilft seinen Unternehmenskunden, ihre Prozesse zu digitalisieren. Diese Anstrengungen können Firmen auch in Krisenzeiten nur bedingt zurückstellen, da sie sonst technologisch abgehängt werden.

Starkes Wachstum

Wie gut es zuletzt auch in Zeiten von Corona lief, zeigt ein Blick auf die neuesten Geschäftsergebnisse. Im ersten Quartal 2020 kletterten die Umsätze im Vorjahresvergleich um 9,3 Prozent auf 1,36 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) erhöhte sich sogar überproportional um 13,4 Prozent auf 51,1 Mio. Euro.

Selbst in einigen besonders stark von COVID-19 und rigorosen Beschränkungsmaßnahmen der jeweiligen Regierungen betroffenen Ländern konnte Bechtle ordentliche Zuwachsraten erzielen. Das organische Umsatzwachstum betrug im Konzern 8,2 Prozent.

Bechtle bleibt eine Ausnahme

„Wir hatten im ersten Quartal bereits mit negativen Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. So wurden viele Projekte verschoben, vereinzelt gab es Lieferschwierigkeiten der Hersteller und auch der Einsatz unserer Mitarbeiter beim Kunden vor Ort war deutlich erschwert. Allerdings haben wir im Industrieumfeld wie bei unseren öffentlichen Kunden auch einen starken Nachfrageschub gespürt, insbesondere bei der Ausstattung von Homeoffices und bei technischen Lösungen rund um die Umsetzung virtueller Formen der Zusammenarbeit“, so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.

Auch deshalb konnte sich Bechtle von vielen Unternehmen positiv abheben. In Zeiten von Corona ist es fast zur Regel geworden, dass Prognosen angesichts der Marktunsicherheiten gesenkt oder zurückgenommen werden. Bechtle bleibt jedoch dabei, im Gesamtjahr 2020, Umsatz und Ergebnis um mindestens 5 Prozent steigern zu wollen.

FAZIT

Schon vor Corona profitierte Bechtle vom Megatrend Digitalisierung. Nun könnte COVID-19 diesem Bereich zusätzlichen Schub verleihen. So ist es wenig verwunderlich, dass die Bechtle-Aktie in Zeiten von Corona, ihre Rekordjagd fortsetzen kann, während andere Werte immer noch mit dem Virus-Schock zu kämpfen haben.

Anleger, die von einem Anstieg der Bechtle-Aktie überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long auf den MDAX- und TecDAX-Wert (WKN: MF6BV0 / ISIN: DE000MF6BV05) setzen. Pessimisten haben mit dem Short Mini Future (WKN: MC82V9 / ISIN: DE000MC82V99) die Chance, von fallenden Kursen zu profitieren.

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[…] wenig. In der zweiten Reihe sorgte vor allem Bechtle (WKN: 515870 / ISIN: DE0005158703) für Aufsehen. Der IT-Dienstleister zeigte sich von Corona unbeeindruckt – Jetzt soll sogar der ganz große […]