Bildquelle: Pressefoto Under Armour

Im Januar und Februar 2020 sah sich Under Armour (WKN: A0HL4V / ISIN: US9043111072) noch auf einem guten Weg. Doch ab Mitte März schlugen die Folgen der Coronavirus-Pandemie voll auf das Geschäft des US-Sportartikelherstellers durch.

Es wird nicht leicht

Ab Mitte März machte sich die Corona-Krise auch in Nordamerika und der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) bemerkbar. Kontaktbeschränkungen hatten dazu geführt, dass Geschäfte abseits des Lebensmitteleinzelhandels geschlossen wurden.

Schlecht für Unternehmen, die Sportbekleidung, Schuhe und Accessoires an den Mann bringen wollen. In den USA reagierte Under Armour sogar mit Entlassungen in den eigenen Verkaufsgeschäften und Verteilungszentren. Auf diese Weise sollen im laufenden Jahr rund 325 Mio. US-Dollar eingespart werden.

Trotzdem sieht sich das Unternehmen auf einem guten Weg, die Krise hinter sich zu lassen und das beschlossene Effizienzprogramm zu einem Erfolg zu bringen. Man glaubt auch, die für den Konzernumbau für das Geschäftsjahr 2020 veranschlagten Kosten in Höhe von 475 bis 525 US-Dollar stemmen zu können. Dass dies nicht ganz so einfach wird, zeigte sich im März-Quartal.

Schlechter als erwartet

Zwischen Januar und März 2020 lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei 930,2 Mio. US-Dollar. Ein Rückgang um 23 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit einem Minus von 28 Prozent erlebte das Geschäft mit Schuhen den stärksten Schlag. Mit den Umsatzerlösen blieb Under Armour insgesamt auch unter den Analystenschätzungen von 939,22 Mio. US-Dollar.

Auch auf der Ergebnisseite lieferte Under Armur eine Enttäuschung ab. Unter dem Strich stand ein Quartalsverlust in Höhe von 558 Mio. US-Dollar zu Buche. Bereinigt um Einmaleffekte wurde ein Verlust je Aktie von -0,34 US-Dollar ausgewiesen. Der Konsens lag bei lediglich -0,19 US-Dollar.

FAZIT

Under Armour hatte bereits vor Corona Schwierigkeiten damit, sich im Wettbewerb mit den Branchenriesen Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) und adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0) zu behaupten. Insbesondere auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Die Corona-Krise wird die Aufgabe für Under Armour nicht vereinfachen und die Aktie kurzfristig nicht gerade attraktiver machen. Wenn es eine Wette auf den Sportartikelmarkt sein soll, dann doch eher mit den Marktführern adidas und Nike.

Passende Hebelprodukte gibt es sowohl auf adidas (WKN: MC7R7E / ISIN: DE000MC7R7E6) als auch auf Nike (WKN: VP1EJX / ISIN: DE000VP1EJX8). Wer jedoch Ansicht ist, dass die Under Armour-Aktie zulegen wird, kann mithilfe entsprechender Hebelprodukte auf der Long-Seite (WKN: TT1HW8 / ISIN: DE000TT1HW82) sogar überproportional von Kurssteigerungen profitieren.

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Bildquelle: Pressefoto Under Armour

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