Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

Nachdem das Private-Equity Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts (KKR) bereits Anteile am Springer Konzern erworben hat, baut es nun seine Beteiligungen in der deutschen Medienlandschaft aus.

Wie gestern bekannt gegeben wurde erwarb der US-Investor 5,21% der Anteile an der TV-Sendergruppe aus Bayern.  Dies ist mittlerweile der zweite Einstieg des Finanzinvestors bei der ProSiebenSat.1 Media SE (WKN: PSM777 / ISIN: DE000PSM7770). Bereits im Zeitraum zwischen den Jahren 2004 bis 2006 war KKR als Großaktionär des Unternehmens in Erscheinung getreten. Sein zweites Engagement bezeichnet der US-Investor als „finanzielles Investment“, welches man auf eine massive Unterbewertung des Medienkonzerns am Kapitalmarkt zurückführe. „Wir sehen das Investment von KKR als Bestätigung unserer Strategie und heißen es willkommen“, sagte eine ProSiebenSat1-Sprecherin. Neben KKR sind auch der italienische Mediaset-Konzern und die Czech Media Invest an der ProSiebenSat.1 Media SE beteiligt.

Ausbau des Entertainment Angebots als Zukunftsstrategie

Inmitten der Corona-Krise, welche das Geschäft von ProSiebenSat.1 stark beeinflusst, vollzog der Medienkonzern einen Führungswechsel. Max Conze, der das Unternehmen zwei Jahre leitete, musste die Konsequenzen aus den anhaltenden Streitigkeiten mit seinen Managern und Aktionären ziehen und Ende März seinen Posten räumen. An seine Stelle ist der bisherige Finanzvorstand Rainer Beaujean getreten. Dieser will das Unternehmen nicht nur sicher durch die aktuelle Krise führen, sondern langfristig strategisch positionieren. „Wir konzentrieren uns jetzt voll auf Kosten-, Liquiditäts- und Cashflow-Management, um unser Geschäft zu schützen und eine Grundlage für unsere Zukunft zu schaffen. Priorität hat unser Entertainment-Geschäft, das wollen wir mit voller Geschwindigkeit umsetzen, sobald sich die Situation beruhigt hat“, sagte der Manager. Dabei wolle man sich vor allem auf die TV-Sender Pro7, Sat 1 und Kabel 1 sowie auf die Streamingplattform Joyn fokusieren.

Bündelung von Sendern, Plattformen und Vermarktung

Um das Entertainmentgeschäft neu aufzustellen wurden TV Sender und Plattformen in der neu gegründeten SevenOne-Entertainment Group gebündelt. Zudem sollen auch das Produktionsunternehmen Studio71 und der Audio-Streamingdienst FYEO teil der neuen Sparte werden. Diese neue Struktur soll vor allem die Produktion und Verwertung eigener Inhalte vorantreiben. Da man zukünftig nicht mehr als reines TV-Medienunternehmen wahrgenommen werden will, sei dieser Schritt notwendig um Plattformübergreifend zu agieren. Des Weiteren soll der Geschäftsanteil der Eigenproduktionen erhöht werden um die Attraktivität für potentielle Produktionspartner zu steigern. Hierbei soll vor allem die Vermarktung der Eigenproduktionen von der Verzahnung klassischer TV-Inhalte mit dem digitalen Angebot profitieren…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

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Bildquelle: Pressefoto ProSiebenSat.1 Media SE

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