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Vor Corona dominierte das Thema Klimaschutz die weltweite Berichterstattung. Kein Wunder, dass Greta Thunberg zur Person das Jahres 2019 wurde. Die schwedische Schülerin machte mit ihrem Schulstreik und später der „Fridays for Future“-Bewegung auf das Thema aufmerksam. Ein Grund, warum sich Investments mit dem Label „Nachhaltigkeit“ großer Beliebtheit erfreuen. Wir haben einige Unternehmen und Investmentvehikel herausgesucht, die einigen Nachhaltigkeitsaspekten genügen. Dieses Mal: Enphase Energy und Ormat Technologies.

Enphase Energy

Enphase Energy (WKN: A1JC82 / ISIN: US29355A1079) ist ein an der US-Technologiebörse NASDAQ notierter Energietechnologiekonzern mit Hauptsitz in Fremont, Kalifornien. Das Unternehmen entwickelt und fertigt softwaregesteuerte Lösungen für die Eigenheimenergieerzeugung, die Speicherung von Eigenheimenergie sowie die webbasierte Überwachung und Steuerung. Dabei konzentriert sich Enphase Energy auf Mikro-Wechselrichtersysteme für die Photovoltaikindustrie, welche die Leistungsumwandlung auf der Ebene der einzelnen Solarmodule durch eine digitale Architektur ermöglicht. Die Cloud-basierte Software bietet dabei die Möglichkeit, ein einzelnes System oder eine Flotte von Systemen aus der Ferne zu überwachen, zu verwalten und zu warten.

Die Aktie von Enphase Energy hatte im vergangenen Jahr einen sensationellen Lauf und verbuchte einen Kursgewinn von 455 Prozent. Grund für das Kursfeuerwerk waren beeindruckende Zuwächse beim Umsatz und beim Gewinn, die auf die starke Nachfrage nach den neuen IQ7-Mikroinvertern zurückzuführen waren. Auch im laufenden Jahr 2020 dürfte es für die Aktie weiter nach oben gehen, denn das Unternehmen erzielt bei allen wichtigen Finanzkennzahlen Fortschritte und hat die langfristigen Ziele bei der Bruttomarge (30 Prozent), bei den Betriebskosten (20 Prozent) und der Betriebsmarge (10 Prozent) bereits Mitte 2019 erreicht.

Ormat Technologies

Das in Reno, USA, ansässige Unternehmen Ormat Technologies (WKN: A0DK9X / ISIN: US6866881021) errichtet und betreibt Geothermiekraftwerke. Dabei werden organische Chemikalien, insbesondere Isopentan und Isobutan, anstelle von Wasser zur Dampf- beziehungsweise Stromerzeugung genutzt. Dies erlaubt die Nutzung wesentlich geringerer Temperaturen von Thermalwässern und Prozesswärme in industriellen Prozessen als dies mit Wasser möglich wäre. Anlagen von Ormat Technologies dienen auch der Stromerzeugung in entlegenen Gebieten, zum Beispiel für Pipeline-Pumpstationen.

Der Konzern erzielt etwa drei Viertel der Umsätze mit dem Verkauf von Elektrizität aus Erdwärmekraftwerken, die alleine oder mit Partnern betrieben werden. Wichtige Ormat-Erdwärmekraftwerke gibt es unter anderem in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada sowie in Nicaragua, Guatemala und Kenia. Ormat konnte die Umsätze in den vergangenen Jahren im Schnitt um rund 6 Prozent p.a. steigern. Einen ähnlichen Anstieg verzeichnet auch der Aktienkurs, für den es auf 10-Jahres-Sicht um durchschnittlich 7 Prozent jährlich nach oben ging.

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