Bildquelle: Home Depot

In dieser Woche haben diverse Baumarktkonzerne ihre neuesten Geschäftszahlen präsentiert. Dabei zeigte sich die Branche bisher gegenüber den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sehr robust.

Lowe’s profitiert gleich mehrfach

Besonders gut machte seine Sache Lowe’s (WKN: 859545 / ISIN: US54866110739). Das nach Umsatz zweitgrößte Baumarktunternehmen der Welt profitierte von dem Umstand, dass seine Geschäfte als versorgungsnotwendig angesehen wurden und in Zeiten von Corona geöffnet bleiben durften.

Außerdem machten sich einige Trends positiv bemerkbar, die durch die Coronavirus-Pandemie sogar noch verstärkt wurden. So wurde das Online-Geschäft angekurbelt. Die dortigen Erlöse schossen im ersten Quartal 2020 um 80 Prozent in die Höhe. Konzernweit legten die Umsätze im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 19,7 Mrd. US-Dollar zu. Auf dem heimischen US-Markt legten die vergleichbaren Erlöse um 12,3 Prozent zu.
Neben dem starken Online-Geschäft stürmten die Kunden in die Läden, um sich mit allerhand Material zur Verschönerung ihres Heims einzudecken. Kein Wunder: Schließlich müssen die Menschen in Zeiten von Corona wesentlich mehr Zeit als früher in den eigenen vier Wänden verbringen. Da will man es möglichst schön haben. Außerdem bietet die Quarantäne mehr Zeit, lange aufgeschobene Projekte anzugehen.

Home Depot kämpft mit hohen Kosten

Der weltweite Marktführer, Home Depot (WKN: 866953 / ISIN: US4370761029), profitierte zuletzt von ähnlichen Effekten. Im ersten Quartal (Ende 3. Mai) legten die konzernweiten Umsatzerlöse überraschend deutlich zu. Das Plus lag bei 7,1 Prozent auf 28,26 Mrd. US-Dollar, während Marktexperten lediglich mit einem Zuwachs auf 27,54 Mrd. US-Dollar gerechnet hatten.

Allerdings enttäuschte Home Depot die Marktexperten auf der Ergebnisseite. Schuld daran waren deutlich gestiegene Kosten. Unter anderem für höhere Löhne und Bonusprogramme, um die Mitarbeiter in den schwierigen Zeiten von Corona für ihre harte Arbeit und das Risiko, das sie beim ständigen Kundenkontakt eingehen, zu belohnen.

Hornbach blendet Corona aus

Hierzulande war es zuletzt nicht viel anders. Kein Wunder also, dass man sich bei der Hornbach Holding (WKN: 608340 / ISIN: DE0006083405) als Muttergesellschaft der Hornbach Baumarkt AG (WKN: 608440 / ISIN: DE0006084403) optimistisch zur jüngsten Geschäftsentwicklung äußerte.

So hätten die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zwar anfänglich dazu geführt, dass bis zu 40 Prozent der Baumärkte im In- und Ausland von den behördlich angeordneten, Verkaufsbeschränkungen betroffen waren. Es stellte sich jedoch laut Unternehmensangaben heraus, dass die anfänglichen Corona-bedingten Umsatzeinbußen dank der hohen Umsätze in den geöffneten bzw. wiedereröffneten Baumärkten oder den Onlineshops überkompensiert wurden.

Zu vorsichtig?

Seit 6. Mai 2020 sind ohnehin alle Hornbach Bau- und Gartenmärkte für die Kunden zugänglich. Daher rechnet das Management für das erste Quartal 2020/21 (Ende Mai) mit signifikanten Steigerungen bei Umsatz und EBIT gegenüber dem Vorjahr. Allerdings bleibt eine gewisse Unsicherheit für den Rest des Jahres, genauso wie eine allgemeine Konjunktureintrübung.

Daher hält es der Vorstand für wahrscheinlich, dass die Konzernumsätze im Geschäftsjahr 2020/21 in etwa das Niveau des Geschäftsjahres 2019/20 (4,7 Mrd. Euro) erreichen werden und das bereinigte EBIT leicht unter dem Vorjahreswert liegen wird.

Die Analysten bei Warburg Research sind jedoch der Ansicht, dass das Management die Prognose zu vorsichtig formuliert hat. Mit Verweis auf das starke erste Quartal bleibt es im Fall von Hornbach Holding bei der „Buy“-Einschätzung und einem Kursziel von 76,00 Euro.

FAZIT

Die Baumarktbranche ist auf einem langfristigen Wachstumspfad und zeichnet sich durch ein im Vergleich zu anderen Branchen relativ konjunkturrobustes Geschäftsmodell aus. Dies zeigt sich in der aktuellen Corona-Krise in einer besonderen Weise. Zumal diese einige positive Trends wie den Online-Handel oder die Lust am Verschönern des eigenen Heims verstärkt.

Anleger, die auf Kurssteigerungen von Baumarktwerten wie Home Depot setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich entsprechende Hebelprodukte wie dieses Faktorzertifikat (WKN: MC9BGC / ISIN: DE000MC9BGC3) auf der Long-Seite an. Auch bei den Aktien von Lowe’s (Faktorzertifikat Long (WKN: MC8G6E / ISIN: DE000MC8G6E0)) und Hornbach Holding (Faktorzertifikat Long (WKN: MF8ZQC / ISIN: DE000MF8ZQC0)) lässt sich mit den passenden Long-Derivaten gehebelt auf Kurssteigerungen spekulieren.

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Bildquelle: Home Depot

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