Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Manchmal scheint es so, als würde Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) jedes noch so kleine Fettnäpfchen zielgerichtet ansteuern. Der Zahlungsabwicker aus Aschheim bei München scheint derzeit einfach kein Glück zu haben.

Ziemlich ärgerlich

Der DAX– und TecDAX-Konzern musste nun Marktteilnehmer darüber informieren, dass die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young den Jahres- und Konzernabschlusses 2019 nicht wie geplant bis zum 4. Juni 2020 abschließend prüfen können. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses und die Bilanzpressekonferenz sollen nun am 18. Juni 2020 stattfinden.

In einer ersten Marktreaktion interessierte es Anleger wenig, dass das Unternehmen ein „uneingeschränktes Testat“ erwartet und sich keine wesentlichen Abweichungen zu den vorläufigen Zahlen ergeben sollen. Wirecard hatte ein vorläufiges Umsatzwachstum um 38 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro sowie ein vorläufiges EBITDA von 785 Mio. Euro (+40 Prozent) gemeldet.

Befreiungsschlag bleibt aus

Infolge der geänderten Terminplanung verlegt die Wirecard AG ihre Hauptversammlung auf den 26. August 2020. Auf Unternehmensseite stellte man heraus, dass man auf diese Weise ohne verkürzte Fristen mit seinen Aktionären hinreichend kommunizieren und Aktionärsinteressen würdigen könne.

Vielleicht könnten Anleger über diese Enttäuschung hinwegsehen, wenn Wirecard keine Vorgeschichte hätte. Allerdings sind die Vorwürfe in Bezug auf mutmaßliche Bilanzmanipulationen eine ständige Belastung. Vor allem, da der KPMG-Sonderbericht enttäuschend ausgefallen ist und der erhoffte Befreiungsschlag ausblieb.

FAZIT

Wirecard hat einige wichtige Schritte unternommen, um am Markt für mehr Vertrauen zu werben. Darunter den Generationenwechsel an der Spitze des Aufsichtsrats sowie das Stühlerücken im Vorstand. Außerdem soll dass Thema Compliance in Zukunft eine wesentlich wichtigere Rolle spielen.

Darüber hinaus überzeugt Wirecard dank der Konzentration auf Wachstumstrends wie Mobile Payment oder E-Commerce mit seinen Wachstumsaussichten. Nur leider kommt immer wieder irgendeine Negativschlagzeile dazwischen, die Anlegern die Stimmung vermiest. Danach kann man derzeit fast schon die Uhr stellen.

Anleger, die jedoch von einer Aufwärtsbewegung bei Wirecard überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC7LVL / ISIN: DE000MC7LVL6) gehebelt von Kursgewinnen profitieren.

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[…] von Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060). Wirecard verschiebt zum Ärger der Anleger die Veröffentlichung des Konzernabschlusses und die Bilanzpressekonferenz. An sich keine große Sache, nicht jedoch wenn ein Unternehmen wie der Zahlungsabwickler derart […]

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[…] sogar etwas mehr als 2 Prozent an Wert. Nachdem das DAX-Unternehmen zunächst Anleger mit der Verschiebung der Bilanzpräsentation für das Geschäftsjahr 2019 verärgert hatte, sorgte Wirecard-Vorstandschef Markus Braun für […]