Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Sowohl die Einkaufsmanagerindizes als auch der ifo-Geschäftsklimaindex konnten den April-Tiefpunkt verlassen. Ein entscheidender Faktor für die Dynamik des Aufschwungs ist der private Konsum, der während der Krise global nahezu zum Erliegen kam. Es ist jedoch kaum davon auszugehen, dass die Konsumnachfrage die Vorkrisenniveaus schnell wieder erreichen wird.

Die Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindex verdeutlicht – trotz eines leichten Mai-Anstiegs auf -18,9 Punkte – dass die Rückschläge am Arbeitsmarkt, die Angst eines Jobverlusts oder zumindest vor Einkommensverlusten noch überwiegen. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbesserten sich nur leicht.

Viele werden angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit zunächst weiter auf größere Neuanschaffungen verzichten und stattdessen die erhöhte Haltung einer „Vorsichtskasse“ – die Aufstockung des „Notgroschens“ – bevorzugen. Beim sozialen Konsum kommen die auflagenbedingt beschränkten Kapazitäten (bspw. in Restaurants, Kinos oder Theatern), gänzlich fehlende Angebote (Großveranstaltungen) und das derzeit noch zögerliche Interesse hinzu.

Gestiegene Preise für Grundnahrungsmittel verknappen die zur Verfügung stehende Liquidität. Auch Urlaubsreisen werden in diesem Jahr deutlich kürzer oder sogar ganz ausfallen.

 

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Deutsche Börse AG

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments