Bildquelle: Pressefoto Apple

„Streaming Wars“ in Zeiten von Corona

Vor der Coronavirus-Pandemie gehörten die „Streaming Wars“ zu den heißesten Börsenthemen. COVID-19 hat sogar dafür gesorgt, dass der Kampf der Online-Streamingdienste aktueller denn je ist. Schließlich müssen sich die Menschen in Zeiten von Corona zu Hause irgendwie beschäftigen. Filme, Serien und Dokumentationen bieten eine willkommene Ablenkung. Auf diese Weise verstärkt Corona einen weiteren Trend – die Umstellung von der Produktwirtschaft auf die Subskriptionswirtschaft. Im Fall von Inhalten wie Filmen bedeutet dies, dass diese mithilfe von Streamingdiensten über das Internet zu jeder Zeit und auf jedem beliebigen Endgerät konsumiert werden können, ohne wie in früheren Tagen physische Datenträger besitzen zu müssen. Das tolle dabei: Abo-Modelle sind in sämtlichen Branchen denkbar.

Die Beziehungen zwischen Kunden und Unternehmen werden ganz neu geregelt. Grundlegende, über Jahrzehnte etablierte Theorien zur Produktionswirtschaft oder zum Marketing müssen überdacht werden. Früher drehte sich alles um das Produkt. Jetzt stehen der Kunde und die Dienstleistung, die er nachfragt, im Mittelpunkt. Das Angebot von Produkten „as a Service“, also zum Abonnieren, hat viele Vorteile. Unternehmen stehen in ständigem Austausch mit ihren Kunden, sammeln eine Menge von Daten und können auf diese Weise ihre Dienstleistungen besser an die Wünsche der Kunden anpassen. Regelmäßige Zahlungen sorgen zudem für wiederkehrende, berechenbare Umsätze. Eine Umstellung auf Abo-Modelle lohnt sich, ist jedoch alles andere als einfach. Die gesamte Unternehmenskultur muss umgekrempelt werden. Am Anfang müssen außerdem Umsatzeinbußen verkraftet werden.

Apple und Adobe gehen voran

Wie sehr sich eine Umstellung lohnen kann, zeigt der Blick auf Adobe (WKN: 871981 / ISIN: US00724F1012). Der US-Grafiksoftware-Spezialist erzielte 2011 fast keine wiederkehrenden Umsätze. 2013 ging das Unternehmen zu einem Subskriptionsmodell über. Die Umsätze gerieten anfangs stark unter Druck. Doch inzwischen ist klar, dass sich die Umstellung gelohnt hat. Heute machen die wiederkehrenden Umsätze mehr als 90 Prozent der Gesamterlöse aus. Zudem überzeugte Adobe in den vergangenen Jahren mit einem starken Wachstum und einer verbesserten Profitabilität. Dank der Berechenbarkeit und Planbarkeit des Subskriptionsmodells kann das Management, zumindest in Zeiten ohne große Verwerfungen, wie wir sie derzeit mit Corona erleben, relativ genaue Prognosen abgeben. Auch andere Unternehmen haben den Wert von Abo-Modellen erkannt. Ein Grund, warum Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) in den Kampf der Streamingdienste mit Netflix, Amazon oder Disney eingestiegen ist.

Der hauseigene Streamingdienst Apple TV+ soll vor allem für eigene, besonders originelle Inhalte stehen. Zudem verknüpft der Konzern Apple TV+ immer mehr mit seinen anderen Dienstleistungsangeboten wie Apple Music, Apple Arcade oder Apple News+. Ziel ist es, ein einziges Super-Abo für Filme, Serien, Videospiele, Musik sowie Zeitungen und Magazine bereitzustellen. Dabei profitiert der Konzern mit dem Apfel im Logo von dem Umstand, dass weltweit mehr als 1,4 Milliarden Apple-Geräte verwendet werden. Die Wandlung Apples kann auch in den jüngsten Geschäftszahlen beobachtet werden. Der Anteil der iPhone-Verkäufe an den Umsätzen geht immer mehr zugunsten der stark wachsenden auf Abo-Modellen basierenden Dienstleistungsangebote zurück. Apple zeigt, dass Abo-Modelle neben der besseren Planbarkeit auch für eine verbesserte Profitabilität sorgen.

Fazit

Adobe, Apple, Softwareanbieter wie Microsoft oder Streamingdienste wie Netflix zeigen, wie attraktiv Abo-Modelle sind. Diese lassen sich in sämtlichen Branchen anwenden. Beispielsweise wird es in der Autobranche in Zukunft weniger um das Automobil als Produkt gehen, sondern eher um die Dienstleistung Mobilität. Anlegern steht mit dem Vontobel Open End Partizipationszertifikat auf den Solactive Subscription Economy Performance-Index (WKN: VE4SN8 / ISIN: DE000VE4SN85) ein interessantes Investmentvehikel zur Verfügung, um auf vielversprechende Werte aus dem Bereich Subskriptionswirtschaft zu setzen.

Open End Partizipationszertifikat auf Solactive Subscription Economy Performance Index
WKN VE4SN8
ISIN DE000VE4SN85
Emissionstag 3. Februar 2020
Produkttyp Partizipationszertifikat
Emittent Vontobel

 

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[…] Adobe (WKN: 871981 / ISIN: US00724F1012) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal präsentiert (März bis Mai), die wieder voll überzeugen konnten. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 3,1 Mrd. US-Dollar gesteigert werden, was den höchsten Quartalsumsatz in der bisherigen Firmenhistorie bedeutete. Beim Nettogewinn wurde sogar ein Anstieg um 74 Prozent auf 1,1 Mrd. US-Dollar verbucht. […]