Bildquelle: Pressefoto www.siemens.com/presse

Mit der Einladung zur Hauptversammlung am 9. Juli hat Siemens (WKN: 723610 / ISIN: DE0007236101) Ende Mai wichtige Details zur Abspaltung der Energiesparte Siemens Energy AG bekanntgegeben. Die Siemens-Aktionäre sollen für je 2 Aktien der Siemens AG automatisch 1 Aktie der Siemens Energy AG bekommen.

Damit werden 55 Prozent von Siemens Energy an die Siemens-Aktionäre abgespalten. Ziel ist es, je nach operativer und strategischer Entwicklung beider Unternehmen, innerhalb von 12 bis 18 Monaten den Anteil an Siemens Energy weiter deutlich zu reduzieren.

Außerdem gab Siemens bekannt, in Zukunft keinen beherrschenden Einfluss mehr auf die neue Gesellschaft auszuüben. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung ist der Spin-off wie angekündigt bis Ende September dieses Jahres geplant. Die neue Gesellschaft soll dann am 28. September erstmals gelistet werden.

Rote Zahlen

Siemens Energy rutschte im ersten Geschäftshalbjahr in die roten Zahlen und verbuchte einen Verlust von 337 Mio. Euro. Dies geht aus Dokumenten hervor, in welche die Nachrichtenagentur Bloomberg Einblick hatte. Ursache für den Verlust ist vor allem der historische Einbruch der Rohölpreise.

Abseits der Geschäfte mit Gasturbinen und Stromnetzen ist Siemens Energy mit 67 Prozent am Windkraftanlagenhersteller Siemens Gamesa Renewable Energy beteiligt. Der Coronavirus-Ausbruch hat die Beschaffung von Teilen schwieriger gemacht, weil Flughäfen, Grenzen und Häfen geschlossen wurden. Nur bei lebensnotwendigen Gütern ging der Handel weiter. Der Gewinn von Siemens Gamesa ist im zweiten Geschäftsquartal um 81 Prozent in die Tiefe gestürzt, und die Gewinnmargen verschlechterten sich in ähnlichem Ausmaß.

Steile Aufholbewegung

Auch die Siemens-Aktie wurde durch die Coronavirus-Pandemie hart getroffen. Nachdem im Dezember 2019 ein Zwischenhoch bei rund 120 Euro markiert wurde, ging es für die Notierungen bis Mitte März dieses Jahres in der Spitze auf 59 Euro nach unten. Es folgte eine steile Aufholbewegung, im Zuge der sich der Kurs bis Anfang Juni zwischenzeitlich wieder bis knapp über die 100er-Marke erholen konnte.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Damit notiert die Siemens-Aktie jetzt wieder über der bei 98,60 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie und damit im langfristigen Aufwärtstrend. Das nächste Kursziel ist jetzt das Hoch vom Dezember 2019 bei rund 120 Euro. Gelingt hier der Ausbruch, stellt sich die nächste Zielmarke auf das 2017er-Jahreshoch bei 133,50 Euro. Bis hier hin eröffnet sich bei der Siemens-Aktie ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von aktuell 32 Prozent.

Wer auf eine Fortsetzung der Kletterpartie der Siemens-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Long-Hebelprodukte (WKN: MC97JA / ISIN: DE000MC97JA3) an.

Bildquelle: Pressefoto www.siemens.com/presse

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