Bildquelle: Pressefoto Shell

In den Bereichen Energie und Mobilität genießen die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle nur ein Nischendasein. Nicht so an der Börse. Dort ist rund um einige Branchenvertreter ein regelrechter Hype entstanden. Dieser könnte noch verstärkt werden, da der Freistaat Bayern Wasserstoff nun ganz besonders fördern möchte.

„Made in Bavaria“

Vor wenigen Tagen stellte Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger die bayerische Wasserstoffstrategie vor. Das Ziel ist es, den Freistaat zu einem weltweiten H2-Technologieführer zu entwickeln. Schließlich sieht man in Bayern Grünen Wasserstoff als Energieträger der Zukunft an. Im Fokus steht zunächst die Förderung von Elektrolyseanlagen und Brennstoffzellenfahrzeugen wie Bussen und Nutzfahrzeugen/Lkw.

Damit diese mit Wasserstoff (H2) betankt werden können, soll die H2-Infrastruktur ausgebaut werden. Als Basis sollen in den nächsten Jahren bayernweit 100 H2-Tankstellen errichtet werden. Dafür hat das Wirtschaftsministerium ein Förderprogramm in Höhe von 50 Mio. Euro aufgelegt. Gefördert wird die Errichtung öffentlicher und betrieblicher H2-Tankstellen für Brennstoffzellen-Busse und Lkw/Nutzfahrzeuge.

Raus aus der Nische

Trotz dieser Initiative und des Börsen-Hypes wird es nicht einfach, die Brennstoffzellentechnologie als wichtigen Teil der Mobilität der Zukunft zu etablieren. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind deutlich mehr im Mainstream verankert und werden nun schon seit geraumer Zeit als entscheidender Teil der emissionsfreien Mobilität der Zukunft gesehen.

Wasserstoff bleibt (vorerst) deutlich hinterher. Dies verdeutlich unter anderem der Blick auf den Markt für Wasserstoffautos. Laut Kraftfahrt-Bundesamt stieg der Bestand an wasserstoffbetriebenen Pkw in Deutschland Ende Dezember 2019 gegenüber dem Vorjahr um 35,6 Prozent auf lediglich 507 Fahrzeuge an. Insgesamt waren jedoch 65,8 Millionen Pkw zugelassen.

Erfolge trotz Corona

Alles in allem handelt es sich beim Thema Wasserstoff immer noch um eine Nischentechnologie, die es schon sehr lange gibt und der trotzdem kein Durchbruch hin zum Massenmarkt gelingen konnte. Die Autos sind viel zu teuer für Otto Normalverbraucher, während die Versorgung mit Wasserstoff-Tankstellen wesentlich schlechter ist als im Fall von Stationen zum Aufladen von reinen Elektroautos. Vielleicht gelingt es mithilfe von Förderprogrammen wie der bayerischen Wasserstoff-Initiative dies zu ändern.

An der Börse scheint man davon überzeugt zu sein. Schließlich konnten Unternehmen wie Nel (WKN: A0B733 / ISIN: NO0010081235) aus Norwegen oder Ballard Power (WKN: A0RENB / ISIN: CA0585861085) aus Kanada zuletzt einige Erfolge verbuchen. Beispielsweise schaffte es Ballard Power mitten in Zeiten von Corona für das erste Quartal 2020 Rekordumsätze zu präsentieren.

Anleger, die vom Erfolg der Brennstoffzellentechnologie überzeugt sind, können mithilfe des Mini-Future Long Zertifikats auf den E-Mobilität Wasserstoff Index (WKN: MC2G7J / ISIN: DE000MC2G7J3) gleich an der Entwicklung mehrerer vielversprechender Branchenvertreter partizipieren.

Bildquelle: Pressefoto Shell

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