Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039), Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125), PayPal (WKN: A14R7U / ISIN: US70450Y1038) und Kingfisher (WKN: 812861 / ISIN: GB0033195214) gehörten in dieser Woche zu den Hot Stocks und dies nicht nur in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Lufthansa

Mit der deutschen Lufthansa steigt ein weiteres Gründungsmitglied nach fast 32 Jahren aus dem DAX und somit der ersten deutschen Börsenliga ab. Damit geschieht jetzt das Unvermeidliche, denn die Kranich-Airline ist mit nur noch rund 5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung ein Leichtgewicht geworden. Zwischenzeitlich hatte sich der Aktienkurs gegenüber dem Jahresstart halbiert. Doch der Rauswurf aus dem DAX am 22. Juni ist für die Aktionäre nur das kleinere Übel.

Denn hätte nicht der Staat den Konzern mit einem insgesamt 8,7 Mrd. Euro schweren Kredit- und Beteiligungspaket vor der Insolvenz gerettet, würde die Aktie Anfang Juni nicht bei zeitweise rund 11 Euro stehen, sondern hätte sich vielleicht in einen Pennystock verwandelt. In den vergangenen Wochen konnte sich der Aktienkurs aber stabilisieren, und es eröffnet sich kurzfristig auch mit Blick auf den Start der Urlaubssaison deutliches Aufholpotenzial. Das nächste Kursziel ist hier das November-2019-Hoch bei 17,95 Euro. Langfristig ist das Gewinnpotenzial jedoch auch durch den DAX-Ausstieg begrenzt.

HVB Mini Future Bull auf Deutsche Lufthansa
WKN HZ25HE
ISIN DE000HZ25HE1
Emissionstag 3. Juni 2020
Produkttyp Mini Future
Emittent HypoVereinsbank/UniCredit

PayPal

Die Aktie von PayPal konnte zwischen dem März-Tief bei 82 US-Dollar und Anfang Juni um zwischenzeitlich rund 90 Prozent auf 156 US-Dollar zulegen. Damit wurden hier wieder einmal neue historische Höchstkurse erklommen. Die Papiere erhielten zuletzt Kursauftrieb durch die Meldung, dass sich der US-Konzern in Indonesien im Rahmen einer laufenden Finanzierungsrunde an Gojek, dem Betreiber der gleichnamigen „Super-App“ beteiligt. Diese App bietet den Nutzern in Südostasien eine Vielzahl von Funktionen wie unter anderem Fahrdienstvermittlung, Food-Delivery, Online-Shopping und Zahlungsdienste.

Die Beteiligung sieht auch vor, dass die beiden Unternehmen auch operativ zusammenarbeiten werden. Geplant ist, die Payment-Funktionen von PayPal in die Dienste von Gojek zu integrieren. Außerdem sollen die Nutzer von GoPay, der digitalen Geldbörse von Gojek, Zugang zum rund 25 Mio. Mitglieder starken, globalen Händlernetzwerk von PayPal erhalten. Die Kooperation bedeutet für PayPal somit den Vorstoß in einen neuen, äußerst wachstumsstarken Markt.

Mini Future Long auf PayPal
WKN MC9E5P
ISIN DE000MC9E5P9
Emissionstag 8. Mai 2020
Produkttyp Mini Future
Emittent Morgan Stanley

Volkswagen

Auch Jahre nachdem der Dieselskandal bei Volkswagen losgetreten wurde, kommt der DAX-Konzern nicht zur Ruhe. Gerade hatte der Bundesgerichtshof (BGH) den Weg für Schadenersatzforderungen geschädigter Diesel-Käufer freigemacht. Nun geht es auch noch an der Konzernspitze zur Sache. Vorstandschef Herbert Diess muss die Führung der Kernmarke Volkswagen Pkw abgeben. Ziel sei es, eine stärkere Fokussierung auf die Aufgaben an der Spitze von Konzern und Marke in der laufenden Transformationsphase der Automobilindustrie sicherzustellen.

Der wahre Grund dürfte laut Handelsblatt jedoch darin liegen, dass Diess den Aufsichtsratsspitzen Straftaten vorgeworfen hatte und diese sogar einen Rauswurf von Diess erwogen hätten. Selbst ohne diese Querelen sind es keine einfachen Zeiten für Autobauer: Corona, schwächere Konjunktur, einbrechende Absatzzahlen oder Investitionen in Zukunftstechnologien gehören zu den Belastungsfaktoren. Und nun gibt es nicht einmal eine Corona-Abwrackprämie. Wenn es jedoch jemand aus dieser Krise schaffen sollte, dann ein Branchenriese wie VW.

Long Mini Future auf Volkswagen
WKN VP2GSN
ISIN DE000VP2GSN3
Emissionstag 7. April 2020
Produkttyp Mini Future
Emittent Vontobel

 

Kingfisher

Die Kursturbulenzen durch die Coronavirus-Krise schlagen sich auch bei der künftigen Zusammensetzung des britischen Leitindex FTSE 100 nieder. So müssen neben dem Energieversorger Centrica der Billigflieger easyJet, der Reisekonzern Carnival sowie der Luft- Raumfahrtausrüster Meggitt den „Footsie“ verlassen, wie der Index-Anbieter FTSE Russell am vergangenen Mittwoch im Zuge der regulären Quartalsüberprüfung mitteilte. Im Gegenzug neu aufgenommen werden in den FTSE 100 der Anbieter von Sicherheits-Software Avast, der E-Gaming-Betreiber GVC Holdings, der Anbieter von Reparatur- und Klempnerarbeiten HomeServe und die Baumarktkette KingFisher.

Die Änderungen werden am Freitag, den 19. Juni nach Börsenschluss umgesetzt und treten am Montag, den 22. Juni in Kraft. Von den Indexaufsteigern ist insbesondere Kingfisher für Anleger jetzt besonders interessant. Für die Aktie ging es zwischen Oktober 2016 und März 2020 um bis zu 74 Prozent auf in der Spitze 1,01 britische Pfund nach unten, womit die Aktie kurz davorstand, sich in einen Pennystock zu verwandeln. Doch seitdem ging es für den Kurs wieder bis über die 2-Pfund-Marke nach oben. Weitere Kursgewinne dürften wegen des Aufstiegs in den FTSE 100 folgen.

Kingfisher 5x Long Faktorzertifikat
WKN GC01G1
ISIN DE000GC01G11
Emissionstag 18. März 2020
Produkttyp Faktorzertifikat
Emittent Goldman Sachs

 

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

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