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Ein neuer Coronavirus-Ausbruch in China sorgte dieser Tage für kräftige Kursverluste bei den Aktien norwegischer Lachszüchter. Ausgangspunkt des neuen Ausbruchs in Peking soll der Großmarkt Xinfadi im Stadtbezirk Fengtai sein. Die chinesischen Behörden verkündeten in den zurückliegenden Tagen Dutzende Neuinfektionen in Peking.

Risikofaktor Lachs?

Der Großmarkt wurde am frühen Samstagmorgen geschlossen, nachdem hier Coronaviren auf Schneidebrettern entdeckt worden waren, die für importierten Lachs auf dem Großhandelsmarkt verwendet worden waren. Laut Medienberichten ließ die Stadt entsprechende Proben entnehmen und ordnete eine vollständige Desinfektion an. Auf dem Großmarkt wird täglich mit einer großen Menge an Meeresfrüchten, Obst und Gemüse gehandelt.

Doch nicht nur dieser Großmarkt wurde durch die nachgewiesenen Coronaviren kalt erwischt. Viele große Supermärkte in Peking haben über Nacht Lachs aus ihren Regalen verbannt, wie staatliche Zeitungen am Montag berichteten.

Kräftige Kursverluste bei Lachs-Aktien

In Folge dessen verzeichneten Aktien norwegischer Lachszüchter heftige Kursverluste. Dazu gehörten neben Bakkafrost (WKN: A1CVJD / ISIN: FO0000000179), Norway Royal Salmon (WKN: A1H81F / ISIN: NO0010331838) und Salmar (WKN: A0MR2G / ISIN: NO0010310956) auch die Aktien des weltgrößten Anbieters von gezüchtetem Atlantik-Lachs Mowi (früher: Marine Harvest) (WKN: 924848 / ISIN: NO0003054108), die am Montag in der Spitze um 11 Prozent einbrachen, im Anschluss aber die Verluste teilweise wieder wettmachen konnten und den Börsenhandel mit einem Minus von 6 Prozent beendeten.

Durch den neuen Kursrücksetzer bleibt die charttechnische Lage hier äußerst angespannt. Vor allem aufgrund der heftigen Kurskorrektur im März notiert die Aktie (aktuell: 16,40 Euro) in einem großen Abstand unter der 200-Tage-Linie (20,00 Euro) und damit in einem übergeordneten Abwärtstrend.

Mowi bleibt aussichtsreich

Langfristig betrachtet ist Mowi aber weiterhin aussichtsreich. Denn in den Industrieländern hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Fleischkonsum zu hoch ist. Aus gesundheitlichen Gründen und um knappe Ressourcen zu schonen, rückt neben veganem Fleischersatz auch das Thema Fisch mehr und mehr in den Fokus. Vor allem im Vergleich zur Rinderzucht kann der Fischfang die knappen Ressourcen schonen. Außerdem gilt Fisch als gesund.

Profiteure des Umdenkens

Natürlich ist die Überfischung der Meere dabei ein großes Problem, weshalb Fischfarmen eine Lösung darstellen können. Zu den Profiteuren dieses Umdenkens hin zu mehr Ökologie gesunder Ernährung gehören neben dem Lachszucht-Spezialisten Mowi auch Hersteller von veganen Fleischersatzprodukten wie zum Beispiel Beyond Meat (WKN: A2N7XQ / ISIN: US08862E1091), große Nahrungsmittelkonzerne, Futtermittelproduzenten und selbst Duftstoff- und Aromenhersteller.

Wer sich nicht entscheiden kann und als Anleger nicht nur auf einen von ihnen setzen möchte, kann mit dem Partizipationszertifikat auf einen Alternative Proteins Basket (WKN: VF87U9 / ISIN: DE000VF87U91) mit nur einem Trade gleich an der Entwicklung mehrerer vielversprechender Kandidaten im Bereich Essen der Zukunft partizipieren. Der Korb bildet die Aktienkursentwicklungen von 24 Unternehmen ab, die Fleischersatzprodukte anbieten oder an der Wertschöpfungskette beteiligt sind.

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