Bildquelle: Pressefoto Oracle

Auch Oracle (WKN: 871460 / ISIN: US68389X105) wurde durch die Coronavirus-Pandemie getroffen, welche auf die Software-Nachfrage durchschlug. So verringerten sich die Umsatzerlöse in den drei Monaten bis Ende Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 10,4 Mrd. US-Dollar.

Der Nettogewinn brach sogar überproportional ein. Hier wurde ein Minus von 17 Prozent verzeichnet (3,1 Mrd. US-Dollar). Mit diesen Geschäftszahlen verfehlte der SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600)-Rivale die Erwartungen vieler Analysten.

Aufträge verschoben

Zwar wuchs das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet weiter an, trotzdem musste der US-Konzern, der sich auf Computer-Hard- und Software für Unternehmenskunden spezialisiert hat, pandemiebedingt Abstriche machen. Laut Oracle haben die Ergebnisse darunter gelitten, dass stark von der Coronavirus-Krise betroffene Firmen einige Aufträge verschoben haben.

Kaufempfehlung

Trotz der aktuellen Geschäftsschwäche gibt es auch positive Nachrichten. So hob die Schweizer Bank Credit Suisse am Mittwoch das Kursziel für Oracle von 57 auf 58 US-Dollar an und spricht eine klare Kaufempfehlung aus („Outperform“). Laut der Bank ist Oracle das erste Software-Unternehmen, dessen abgelaufenes Geschäftsquartal komplett von der Coronavirus-Krise geprägt worden sei.

Vor diesem Hintergrund habe sich Oracle recht wacker behauptet. In der entsprechenden Studie ist zu lesen, dass der operative Gewinn und der Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen haben. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal von Juni bis August sei etwas besser als erwartet und lege den Schluss nahe, dass die Umsätze nach der Krise wieder zulegen könnten.

Oracle-Chart: Börse Stuttgart

200-Tage-Linie im Visier

Die Aktie von Oracle markierte im März ein 23-Monats-Tief bei rund 36 Euro. Bis Mitte Juni konnten sich die Notierungen wieder bis in den Bereich der 47-Euro-Marke erholen. Hier gilt es jetzt, die bei 48 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurückzuerobern, um in den langfristigen Aufwärtstrend zu wechseln.

In diesem Fall stellt sich das nächste Kursziel auf das Juli-2019-Allzeithoch bei 53,60 Euro. Auf Sicher der kommenden 3 Monate eröffnet sich damit ein Gewinnpotenzial von 14 Prozent.

Anleger, die von einer neuen Kurs-Rallye der Oracle-Aktie überzeugt sind, können mit einem Call-Optionsschein auf den S&P 500-Wert (WKN: MC9KY3 / ISIN: DE000MC9KY39) gehebelt profitieren. Pessimisten haben mit dem Put-Optionsschein (WKN: MC9KX7 / ISIN: DE000MC9KX71) die Chance, an fallenden Kursen zu partizipieren.

Bildquelle: Pressefoto Oracle

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