Bildquelle: Pressefoto Daimler

Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) will jetzt noch stärker auf die Kostenbremse drücken. Laut einem Bericht der „Automobilwoche“ plant der Autokonzern ein neues Sparprogramm und will neben den bereits beschlossenen 10.000 Stellen bis Mitte des Jahrzehnts weitere 10.000 Arbeitsstellen streichen.

Dem Magazinbericht zufolge, der sich auf Unternehmensquellen beruft, sollen neben der Auslagerung der IT auch Stellen in der Konzern-Holding sowie in den Bereichen Entwicklung und Produktion wegfallen. Schon im November vergangenen Jahres hatte der DAX-Konzern bekanntgegeben, mindestens 10.000 Stellen bis Ende 2022 abzubauen.

Gesunkene Absatzzahlen

Grund für das scharfe Sparprogramm sind die weltweit gesunkenen Absatzzahlen und die angestrebte Verringerung der Komplexität bei den Modellen ab dem Jahr 2025. Die genauen Einzelheiten zum Sparprogramm sollen nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 23. Juli bekanntgegeben werden.

Milliardenverlust?

Trotz der ergriffenen Kurzarbeitsmaßnahmen dürfte die Quartalsbilanz von Daimler sehr negativ ausfallen. Die NordLB prognostiziert beispielsweise einen Verlust zwischen zwei und drei Milliarden Euro. Das Bankhaus Metzler rechnet mit einem Minus von 1,5 Mrd. Euro.

Lage bleibt angespannt

Nachdem Daimler an der Börse im März auf ein Tief bei 21 Euro gefallen war, was den tiefsten Kursstand seit dem Jahr 2009 bedeutete, arbeiteten sich die Notierungen bis Mitte Juni wieder in den Bereich der 37-Euro-Marke nach oben. Trotz der kräftigen Kurserholung notiert die Aktie noch immer im Abstand von rund 10 Prozent unter der 200-Tage-Linie (41,20 Euro) und damit im Abwärtstrend. Charttechnisch bleibt die Lage also vorerst angespannt, womit weitere Kursrücksetzer folgen könnten.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Erst wenn die Rückeroberung der 200-Tage-Linie gelingt, liegen neue Kaufsignale vor. Die nächsten Kursziele würden sich dann auf die 2019er-Tops bei 54,50 Euro und bei 60 Euro stellen.

Anleger, die auf Kursrücksetzer bei Daimler setzten und sogar überproportional von fallenden Kursen profitieren möchten, schauen sich entsprechende Hebelprodukte (WKN:  VE7HT4 / ISIN: DE000VE7HT48) auf der Short-Seite an. Optimisten haben dagegen mit entsprechenden Long-Produkten (WKN:  VP3YQN / ISIN: DE000VP3YQN8) die Möglichkeit, von steigenden Daimler-Kursen überproportional zu profitieren.

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