Bild: Brian Ach/Invision for T-Mobile/AP Images

Es wird immer spannender um das Thema T-Mobile US. Die Deutsche Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) gab am Montag nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie ihren Anteil am US-Mobilfunker T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040) deutlich ausbauen will. Dazu gibt es jetzt einen Deal mit dem japanischen Softbank (WKN: 891624 / ISIN: JP3436100006)-Konzern, der die Beteiligung der Telekom von zuletzt 43 Prozent auf 51 Prozent erhöhen könnte.

Im Gegenzug erhalten die in Geldnöte geratenen Japaner grünes Licht, Milliarden an dringend benötigten liquiden Mitteln zu erlösen. Geplant ist, dass die Softbank – einer der global führenden Tech-Investoren – bis zu 198 Millionen Aktien von T-Mobile US im Volumen von rund 21 Mrd. US-Dollar verkaufen darf.

Anteil von über 50 Prozent

Die Deutsche Telekom soll Kaufoptionen für 101 Millionen Aktien erhalten, die bis Juni 2024 ausgeübt werden können. Würden alle diese Kaufoptionen gezogen, hätte der Bonner DAX-Konzern einen Anteil von über 50 Prozent an T-Mobile US. Die Telekom ist bereits jetzt im Besitz von über der Hälfte der Stimmrechte und konsolidiert deshalb T-Mobile US voll in ihrer Bilanz.

Finanziell in Schieflage

Softbank hatte sich als Mehrheitseigner des jüngst mit T-Mobile fusionierten US-Konkurrenten Sprint im Zuge des Zusammenschlusses einen Anteil von 24 Prozent am fusionierten Konzern erhalten. Dieser Anteil soll nach dem nun geplanten Aktienverkauf auf etwa acht Prozent sinken. Softbank ist finanziell in Schieflage geraten unter anderem wegen riskanten Investitionen in den Büroraum-Vermittler WeWork und den Taxi-Ersatzdienst Uber.

Steile Aufhol-Rallye

Nachdem die Deutsche Telekom an der Börse im März ein Fünfjahrestief bei 10,40 Euro markierte, folgte eine steile Aufhol-Rallye. Dabei gelang Anfang Juni der Sprung über die 200-Tage-LInie (14,50 Euro) und damit der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrend. Es folgte ein weiterer Kursanstieg bis auf 15,57 Euro und ein anschließender Rücksetzer bis 14,70 Euro.

Gewinnpotenzial: +23 Prozent

Das bedeutet, es gilt jetzt, die 200-Tage-Linie (14,50 Euro) zu verteidigen und im Anschluss über das Top vom 19. Juni bei 15,57 Euro nach oben auszubrechen. Im Anschluss würde wieder das Februar-Hoch bei 16,74 Euro in den Fokus rücken. Gelingt hier der Ausbruch nach oben, stellt sich das nächste Kursziel auf das Jahreshoch von 2017 bei 18,14 Euro. Mittelfristig eröffnet sich damit ein weiteres Gewinnpotenzial von 23 Prozent.

Anleger, die von einem Anstieg der Telekom-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VE9U00 / ISIN: DE000VE9U009) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: VE1Y7X / ISIN: DE000VE1Y7X0) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Telekom-Aktie zu setzen.

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Bild: Brian Ach/Invision for T-Mobile/AP Images

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[…] Die Deutsche Telekom (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) will ihren Anteil an T-Mobile US auf 51 Prozent erhöhen und so zu Mehrheitsaktionär werden. Für die Aktie der Deutschen Telekom eröffnet sich damit neues Gewinnpotenzial. So geht es für die DAX-Aktie jetzt weiter. Mehr dazu hier. […]