Bildquelle: Pressefoto Nikola

Das neue Startup aus den USA „Nikola“ (WKN: A2P4A9 / ISIN: US6541101050) hat große Ambitionen: Es will mit Elektro- und Wasserstoffantrieben für Trucks quasi zu einem neuen Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) werden.

Nikola will den Lkw-Markt mit alternativen Antrieben revolutionieren. Das 2015 gegründete US-Unternehmen entwickelt Pick-ups und Lastwagen mit Elektro- und Wasserstoffantrieben. Beide Antriebsarten werden derzeit stark gefördert. Im Bereich der Entwicklung arbeitet der Konzern mit Deutschlands größtem Zulieferer Bosch zusammen.
Die Lkws mit Lithium-Ionen-Batterie sollen eine Reichweite von 500 Kilometer haben, Trucks mit Brennstoffzellen bis zu 1.100 Kilometer. Bisher entwickelte Nikola aber nur Prototypen. Das erste rein akkubetriebene Nutzfahrzeug, der „Nikola Tre“, soll Ende kommenden Jahres auf den Straßen fahren.

Produktionsstart

Nikola kooperiert mit Iveco, dem Lkw-Hersteller aus Italien, der wiederum zum Industriekonzern CNH Industrial (WKN: A1W599 / ISIN: NL0010545661) gehört. Die Produktion soll in Ulm durchgeführt werden. In dem Iveco-Werk könne Nikola 35.000 Lkw pro Jahr bauen. Ab 2023 soll es den Lastwagen schließlich auch mit Brennstoffzelle („Nikola Two“) geben.
Nikola-Chef Trevor Milton bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters außerdem, dass die Produktion des Pick-ups Badger „2022 oder früher“ starten soll. Aktuell seien drei etablierte Autohersteller für ein Joint Venture im Rennen. Ab Ende Juni werden bereits die ersten Reservierungen entgegengenommen. Im Herbst 2020 will Nikola das Serienmodell des Pick-up-Trucks vorstellen.

Börsengang

Vor knapp drei Wochen ist Nikola an die Börse gegangen. Das Unternehmen fusionierte dazu mit der bereits börsennotierten Beteiligungsfirma VectolQ. Der Börsengang sorgte für liquide Mittel im Volumen von rund 700 Mio. US-Dollar. Das Geld soll dazu eingesetzt werden, die erste eigene Truck-Fabrik in Arizona zu bauen. Ab dem Jahr 2023 sollen in dieser Fabrik jährlich 50.000 Trucks produziert werden.

Börsen-Schwergewicht

Der Gang an die Nasdaq hat sich für Nikola ausgezahlt. Inzwischen hat das Unternehmen bereits einen Börsenwert von 23 Mrd. US-Dollar, obwohl bislang noch keine Umsätze generiert werden. Die Aktie startete am 9. Juni mit einem Eröffnungskurs von 85 Euro und setzte bis Mitte Juni auf vorübergehend rund 66 Euro zurück.

Die nächste 100-Milliarden-Dollar-Firma?

Auch wenn die Aktienkursentwicklung bis jetzt noch nicht so ganz überzeugen konnte, wird Nikola von vielen Branchenexperten Großes zugetraut. So ist beispielsweise laut Jeffrey Ubben, dem Gründer des Hedgefonds ValueAct Capital, Nikola die nächste 100-Milliarden-Dollar-Firma. Es bleibt damit spannend, wie die Entwicklung von Nikola weitergeht und ob sich der Konzern zu einem ernsthaften Konkurrenten von Tesla aufschwingen kann.

Anleger, die von den Wachstumsaussichten bei Nikola überzeugt sind, können mit einem Turbo Long (WKN: MA0S9T / ISIN: DE000MA0S9T0) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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