Bildquelle: Pressefoto Vonovia SE / Foto: Roland Weihrauch/dpa

Regulierung schlimmer als Corona? Deutschlands größtes Immobilienunternehmen sieht in der Regulierung der Mieten seitens der Regierung ein größeres unternehmerisches Risiko als durch coronabedingt ausbleibende Mietzahlungen.

Wachstumskurs durch Modernisierung und Auslandsgeschäft

Das Bochumer Immobilien-Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren mit beständig guten Geschäftszahlen glänzen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem steigende Mietpreise in den Großstädten. Dabei profitiert Vonovia (WKN: A1ML7J / ISIN: DE000A1ML7J1) besonders vom Geschäft mit modernisierten Wohnungen. Die Kosten dafür legen Immobilienkonzerne nicht nur teilweise auf die Mieter um, sondern sie können die Mieten anschließend auch stärker erhöhen – für Immobilienunternehmen also ein lohnendes Geschäft.

Das Vermietungsgeschäft bildet für Vonovia den wichtigsten Geschäftsbereich. Zudem hat Vonovia stark auf den Neubau und die Aufstockung von Gebäuden gesetzt. Das schlägt sich auch in der Bilanz wieder: Die Investitionen in Modernisierung und Neubau stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel auf knapp EUR 1,5 Mrd. Neben dem Vermietungsgeschäft wächst das Unternehmen auch durch Übernahmen im In- und Ausland. Weil die Übernahme des größten heimischen Konkurrenten, Deutsche Wohnen, ein zu hohes regulatorisches Risiko birgt, ist mit dieser in naher Zukunft, trotz immer wiederkehrender Gerüchte, nicht zu rechnen.

Deshalb wird vor allem das Auslandsgeschäft einen zunehmenden Anteil an den Erlösen haben. Im Jahr 2019 erwarb man insgesamt 23.700 Wohnungen von Akelius und Hembla in Schweden. Hembla verbuchte im Jahr 2018 einen Ertrag von umgerechnet EUR 53 Mio. Ungefähr in dieser Größenordnung wird der positive finanzielle Effekt dieses Zukaufes für Vonovia geschätzt – das Unternehmen selbst macht dazu keine konkreten Angaben. Vergangene Woche vermeldete das Unternehmen dazu die Beteiligung an Vestedia, einem niederländischen Unternehmen mit einem Wohnungsportfolio von 27.000 Wohnungen.

Corona hat fast keinen Einfluss

Während der Corona-Krise wurde der Umgang mit Mietzahlungen heiß diskutiert. Allenthalben wurde befürchtetet, dass in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Mieter nicht imstande sein werden, die Miete zahlen zu können. Die Folgen für Vonovia wären in diesem Falle dramatisch. Allerdings stellte sich rasch heraus, dass die Probleme durch ausbleibende Mietzahlungen vorerst sehr überschaubar blieben. Lediglich ein Prozent der Mieter hat sich wegen Corona-bedingter finanzieller Engpässe an den Konzern gewendet…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Vonovia SE / Foto: Roland Weihrauch/dpa

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