Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Wer Donnerstagnacht beim Kultursender arte um die Ohren geschlagen hat, konnte die Folgen 1-4 der (zu Recht!) preisgekrönten ersten Staffel von „The Killing“ verfolgen, einem echten Highlight des sogenannten „Nordic Noir“, eines auch als Nordic Crime oder Scandinavian Noir bezeichneten Literatur- und Filmgenres. By the (nordic) way bzw. wer nachts lieber schläft: Alle drei Staffeln von „The Killing“ sind noch bis März in der arte Mediathek abrufbar. Zu einem echten Thriller wächst sich aber auch der Bilanzskandal um Wirecard aus. Dabei geraten mittlerweile auch die BaFin sowie der Wirtschaftsprüfer der Aschheimer, Ernst & Young oder kurz EY, unter Druck. Die Deutsche Börse will dagegen die Regeln für DAX-notierte Unternehmen verschärfen. Keine Spur gibt es hingegen weiterhin von Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek, der laut Medienberichten inzwischen per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Mehr Krimi geht nicht? Stimmt, doch auch der DAX hat es in dieser Woche wieder richtig spannend gemacht:

Allez hopp!

Denn der Index dümpelte zunächst zwar eher orientierungslos um die 200-Tage-Linie herum, doch genau in diesem Quergeschiebe bauten die Blue Chips offenbar ordentlich Bewegungspotenzial auf, das sich gestern in einem satten Kurssprung (+2,8%, mit einem Endstand bei 12.609 Punkten) auf der Oberseite entlud. Damit sind die Notierungen wieder einmal dran, an der Volumenspitze rund um 12.400 Zähler. Beziehungsweise an der oberen Begrenzung des Dreiecks, das sich ebenfalls gerade im Chart einzeichnen lässt. Können beide Barrieren nachhaltig durchbrochen und die Ausbrüche dann auch gleich mit weiteren Kursanstiegen bestätigt werden (was zur Stunde der Fall wäre), würde sich sofort Raum für einen Durchmarsch bis 13.000/13.200 ergeben. Klingt nicht neu und ist es auch nicht, muss aber, mangels Alternativen, als nächste Zielzone herhalten. Das gilt so ähnlich auch für die Unterseite:

Streber!

Denn da stützen unverändert der GD200, der immer noch nahezu waagrecht bei 12.157 Punkten verläuft und die 12.000er-Barriere, womit wir hier eine doppelte Haltezone vorliegen haben. Darunter sollten die Unterstützungen bei 11.800 und 11.500 Zählern greifen; sollte es noch einmal unter dieses Kurslevel zurückgehen, müsste ein Test des 2019er-Augusttief bei 11.266 bzw. der 11.000er-Marke einkalkuliert werden. Ernsthaft?! Lassen Sie es mich so sagen: wenngleich die Bullen aktuell einen leichten Vorteil zu haben scheinen und die Märkte tendenziell nach oben streben, schadet es nicht, die kursrelevanten Chartmarken auf der Unterseite zu kennen. Es gibt genügend Gründe, weshalb die Märkte noch einmal nach unten abtauchen könnten. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Beziehungsweise in einer der kommenden Ausgaben…vielleicht!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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