Bildquelle: markteinblicke.de

Die USA bekommen die Coronavirus-Pandemie nach wie vor nicht in den Griff. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 50.000 pro Tag. Damit grassiert das Coronavirus hier so stark wie sonst nirgendwo in der Welt. Aus diesem Grund haben Staaten wie Michigan, Colorado und Florida reagiert und die Lockerungen zurückgefahren beziehungsweise neue Lockdown-Maßnahmen beschlossen.

Kehrtwende

Auch der US-Konzern McDonald`s (WKN: 856958 / ISIN: US5801351017) macht bei seinen ursprünglich geplanten Lockerungsmaßnahmen eine Kehrtwende. Die Pläne zur Wiedereröffnung von Filialen in den Vereinigten Staaten werden für 21 Tage unterbrochen, wie das Unternehmen in der vergangenen Woche verkündete. Das bedeutet, dass 11.800 Restaurants geschlossen bleiben. 2.200 Filialen haben seit Mitte Mai mit eingeschränkter Sitzplatzkapazität wieder geöffnet.

Pleitewelle im Gastronomiebereich

Branchenexperten rechnen wegen der Coronavirus-Krise mit einer historischen Pleitewelle im Gastronomiebereich. Nach Angaben von Independent Restaurant Coalition besteht die Gefahr, dass bis zum Jahresende 85 Prozent der amerikanischen Restaurants schließen müssen, wenn es vom Staat nicht mehr finanzielle Unterstützung geben sollte.

McDonald’s Konkurrent ist insolvent

Von dieser Insolvenzwelle ist bereits jetzt NPC International betroffen, der größte US-Franchise-Nehmer der Fast-Food-Ketten Pizza Hut und Wendy’s (WKN: A1JB8H / ISIN: US95058W1009). Der Konzern hatte bereits vor der Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten. So verzeichnet NPC International eine Schuldenlast von rund einer Mrd. US-Dollar. Die Coronavirus-Krise brach dem Unternehmen nun das Genick. Am vergangenen Mittwoch meldete NPC International Insolvenz an. Damit ist es jetzt vollkommen offen, wie es für die rund 1.200 Pizza-Hut- und 400 Wendy’s-Filialen weiter geht.

Rückenwind für McDonald‘s

Trotz der Pause bei der Wiedereröffnung dürfte die Pleitewelle in der Gastronomie McDonald’s neuen Rückenwind bescheren. Die im Dow Jones notierte Burger-Kette plant, noch im Laufe des Sommers 260.000 Mitarbeiter einzustellen. Das wäre mehr als doppelt so viel wie bei den Konkurrenten Subway, Taco Bell von Yum Brands, Panda Express und Dunkin zusammen. Die geplante Einstellung von 260.000 Mitarbeitern zeigt, dass McDonald’s fest damit rechnet, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Auf diese Kursmarken kommt es jetzt an

Nachdem McDonald’s an der Börse Mitte März auf ein Tief bei 119 Euro gefallen war, konnten sich die Notierungen bis Anfang Juli zweitweise wieder in den Bereich der 164er-Marke nach oben arbeiten. Hier gilt es als Nächstes, die 200-Tage-Linie (176 Euro) und das knapp darüber liegende Juni-Hoch bei 179 Euro zurückzuerobern, um neue Kaufsignale zu generieren.

McDonald’s vor neuen Rekordständen?

Das nächste Kursziel stellt sich im Anschluss auf das Allzeithoch vom Februar bei 201 Euro. Neue Rekordstände dürften bei McDonald’s nur eine Frage der Zeit sein, denn langfristig gehört die Aktie zu den erfolgreichsten Titeln an der Wall Street. So konnte die Aktie beispielsweise in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt um neun Prozent zulegen. Das aktuell immer noch vergleichsweise niedrige Kursniveau könnte sich deshalb als günstige Einstiegsgelegenheit herausstellen.

Anleger, die auf den Aufwärtstrend der McDonald’s-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des Dow-Jones-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7SMN / ISIN: DE000MC7SMN6) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MF3YAQ / ISIN: DE000MF3YAQ8) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der McDonald’s-Aktie zu setzen.

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