Bildquelle: Pixabay / Comfreak

Während adidas das 30-jährige Jubiläum des dritten WM-Titels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft feiert, muss sich der Sportartikelhersteller nicht nur mit Corona herumschlagen, sondern auch mit dem großen Konkurrenten Nike.

Andreas Brehme wird zum Helden

Es ist der 8. Juli 1990. Ort des Geschehens: Das Olympiastadion in Rom. In der 85. Minute des Fußball-WM-Endspiels zwischen Deutschland und Argentinien tritt Andreas Brehme zum entscheidenden Elfmeter an und trifft. Deutschland ist Fußball-Weltmeister. Zm dritten Mal. Heute jährt sich dieses Ereignis zum 30 Mal.

Im Idealfall hätten der DFB und die Nationalmannschaft dieses Jubiläum im Rahmen der Fußball-EM 2020 gefeiert. Doch diese musste genauso wie Olympia und andere Großereignisse Corona-bedingt ausfallen. Trotzdem bleibt das Turnier von 1990 unvergessen. Auch für den DFB-Ausrüster adidas (WKN: A1EWWW / ISIN: DE000A1EWWW0).

adidas erobert den US-Markt

Seitdem hat sich viel getan. Nike (WKN: 866993 / ISIN: US6541061031) ist dem einstigen unangefochtenen Marktführer im Bereich Fußball immer weiter auf die Pelle gerückt. Gleichzeitig konnten die Herzogenauracher ihrerseits ihren großen Konkurrenten auf dessen heimischen US-Markt in Bedrängnis bringen.

Die neue Stärke in den USA hat adidas unter anderem einer ausgeklügelten Marketing-Strategie zu verdanken. Dabei sind es vor allem ShowBiz-Größen und Modeschöpfer wie Kanye West oder Pharell Williams gewesen, die adidas ein ganz neue Image verpassten.

Corona sorgt für Einbußen

Sowohl adidas als auch Nike befanden sich auf einem guten Weg. Konkurrenten wie Under Armour hatten nur wenig zu melden. Doch dann machte sich die Coronavirus-Pandemie breit. Läden mussten schließen. Auch wenn das Digitalgeschäft weiter ausgebaut wird, konnte dieses nicht sämtliche corona-bedingten Umsatzeinbußen auffangen.

Bei Nike brachen die Erlöse im Zeitraum März bis Mai 2020 im Vorjahresvergleich um 38 Prozent auf 6,3 Mrd. US-Dollar ein. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 790 Mio. US-Dollar verbucht. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Gewinn von 989 Mio. US-Dollar.

Ein Hoffnungsschimmer

adidas hatte für das erste Quartal des Jahres einen Umsatzeinbruch um 19 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro gemeldet. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wurde sogar ein Einbruch um 97 Prozent auf 20 Mio. Euro verzeichnet. Beim Betriebsergebnis hat es der DAX-Konzern gerade noch so geschafft, ein positives Ergebnis zu erzielen.

Allerdings gibt es auch einen Hoffnungsschimmer. In Europa werden die Lockdown-Maßnahmen gerade zurückgefahren. Zudem konnte adidas für den Monat Mai in China wieder Wachstum vermelden. Einige Sorgen dürften jedoch die hohen Corona-Ansteckungszahlen in den USA bereiten. Und zwar beiden Unternehmen.

FAZIT

Auch für adidas ist der US-Markt wichtig. Daher wäre es zu einfach zu sagen, dass der DAX-Konzern nun gegenüber Nike im Vorteil sei, weil man sich eher auf Europa stützen könnte.

Mittel- bis langfristig sollten beide Unternehmen jedoch zum Erfolgspfad zurückfinden, auch weil sie von einigen wichtigen Trends profitieren. Dazu gehört ein größeres Gesundheitsbewusstsein der Menschen. Außerdem geht der Trend in vielen Bereichen des Berufslebens hin zu einer legeren Kleiderordnung. Lederschuhe, Krawatten und Anzüge sind immer seltener Pflicht.

Wer auf steigende Kurse der adidas-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am entsprechende Hebelprodukte (WKN: VP1G71 / ISIN: DE000VP1G713) auf der Long-Seite an. Anleger, die von der Stärke von Nike überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VP1TTV / ISIN: DE000VP1TTV9) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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