Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Reto Klar

Grundsolide oder Langweilig? Die Meinungen zu Deutschlands wertvollstem DAX-Mitglied gehen weit auseinander. Doch spätestens nach der Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen dürften selbst die größten Zweifler vom Softwaregiganten aus dem Baden-Württembergischen Walldorf überzeugt sein. Denn selbst in Zeiten von Corona konnten das Quartalsergebnis und die Margen gesteigert werden.

Starkes zweites Quartal trotz Corona

Europas größter Softwarehersteller hat in der Corona-Krise ein unerwartet starkes zweites Quartal hingelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8 %. Die positiven Entwicklungen des zweiten Quartals haben das Unternehmen selbst überrascht.

Noch im Frühjahr hatte man den Jahresausblick gesenkt und im Besonderen vor der ungewissen wirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal gewarnt. „Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Teams das sehr schwierige Umfeld erfolgreich gemeistert und ein besseres Quartalsergebnis erreicht haben als erwartet“, sagte Vorstandschef Christian Klein in einer Mitteilung zu den unerwartet guten Quartalszahlen seines Unternehmens.

Cloudgeschäft und Softwarelizenzen: Diversifikation navigiert SAP durch „schwieriges Umfeld“

Besonders das breite Portfolio mit einer „beispiellosen Diversifikation“ habe dafür gesorgt, die Herausforderungen des ersten halben Jahres gut bewältigen zu können. Dabei hatte man noch im Frühjahr angekündigt, das breite Produktportfolio auszudünnen, um sich mehr auf einzelne Kernkompetenzen zu fokussieren. Nun hat ausgerechnet die breite Diversifikation SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) sicher durch das schwierige Umfeld navigiert. Im Wesentlichen sind für die positiven Quartalszahlen zwei Geschäftsfelder verantwortlich: Das Geschäft mit Software-Lizenzen, welches Lösungen für Unternehmen verschiedenster Branchen liefert und der wachsende Markt des Cloud-Computings. Das Geschäft mit Software-Lizenzen lief speziell in Asien nach den coronabedingten Ausgangssperren stärker an als im Rest der Welt, nachdem es im ersten Quartal dieses Jahres bereits erheblich unter der Corona-Pandemie gelitten hatte. Das Cloud-Geschäftsmodell ist besonders wichtig für eine nahtlose Integration der Geschäftsprozesse der Kunden des Walldorfer Software Unternehmens.

Nun hat sich bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen gezeigt, dass das Geschäft mit der Cloudsoftware um rund ein Fünftel, verglichen mit dem Vorjahresquartal, zugelegt hat und damit maßgeblicher Treiber der Umsatzzuwächse des Unternehmens ist. Unter normalen Voraussetzungen wäre das Cloud-Geschäft noch stärker gewachsen – Corona war hier ein stark limitierender Faktor. Das Geschäft wuchs zwar nicht so stark wie in den Monaten vor der Corona-Pandemie, aber viele der bestehenden Kunden verlängerten ihre auslaufenden Verträge mit SAP oder schlossen neue ab. Das gibt Sicherheit für die Zukunft. SAP wähnt sich in diesem Geschäftsbereich gut positioniert. Seitens des Unternehmens geht man davon aus, dass die Nachfrage nach Lösungen für digitale Logistikketten, E-Commerce und die Marktforschungsplattform Qualtrics „unverändert stark“ bleibe…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Reto Klar

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