Bildquelle: Pressefoto Gerresheimer AG

Gerresheimer (WKN: A0LD6E / ISIN: DE000A0LD6E6) verzeichnete an der Börse in den vergangenen Monaten einen steilen Höhenflug. Nachdem die MDAX-Aktie im März in der Spitze bis auf 50,65 Euro einbrach, kletterten die Notierungen bis Anfang Juli auf zeitweise 94,95 Euro nach oben, was wieder einmal ein neues Allzeithoch und damit ein starkes Kaufsignal bedeutete.

Deutlicher Umsatzanstieg

Weitere Rekordstände dürften in Kürze folgen, denn die Geschäfte des in Düsseldorf ansässigen Verpackungsherstellers laufen weiterhin rund, wie die Zahlen zum abgeschlossenen zweiten Quartal (per Ende Mai) belegen. So konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Kerngeschäft um rund fünf Prozent auf 363 Mio. Euro gesteigert werden.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal organisch um sieben Prozent auf 84 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von rund 30 Mio. Euro verbucht (Q2 2019: +47 Mio. Euro). Das Ergebnis wurde dadurch belastet, dass die Nettofinanzschulden gegenüber dem ersten Quartal abgebaut worden sind.

Laut Gerresheimer entwickelte sich das globale Pharmageschäft in der aktuellen Coronavirus-Krise gut. Von dieser Entwicklung konnte der Konzern mit seinen Primärverpackungen für flüssige und feste Medikamente, Spritzen und Drug-Delivery-Devices wie Insulin-Pens und Asthma-Inhalatoren profitieren.

Kapazitäten ausgebaut

Gerresheimer zufolge fragen aktuell viele Pharmaunternehmen vor allem Injektionsfläschchen für künftige Impfkampagnen gegen COVID-19 nach. Gerade in diesem Bereich hat Gerresheimer 2019 und 2020 stark die Kapazitäten ausgebaut. Deshalb ist das Unternehmen bestens für die Unterstützung der Impfkampagnen gerüstet.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2020 rechnet Gerresheimer unverändert mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Mittelfristig soll eine operative Gewinnmarge (EBITDA-Marge) von 23 Prozent erreicht werden.

Produktion läuft auf Hochtouren

Vorstandschef Dietmar Siemssen erklärte bereits im Vorfeld, dass Gerresheimer bisher gut durch die Coronavirus-Krise gekommen ist. Demnach hat es keine wesentlichen Unterbrechungen der Produktion gegeben. Die meisten der Werke produzieren dem Vorstandschef zufolge rund um die Uhr, sogar an Sonn- und Feiertagen.

Laut Siemssen werden mehrere Milliarden Impfstoffeinheiten benötigt werden, wenn es mit dem Impfstoff klappt, welche wiederum in Injektionsfläschchen aus Glas abgefüllt werden müssen. Die Produktion dieser Fläschchen soll dabei bereits auf vollen Touren laufen. Siemssen zufolge entfällt ein Drittel dieses Marktes auf Gerresheimer. Der Konzern sei bereits in sehr konkreten Gesprächen mit vielen Pharmakonzernen, die an einem Impfstoff arbeiten.

Für die Aktie von Gerresheimer eröffnet sich damit weiteres kräftiges Gewinnpotenzial. Charttechnisch gilt es hier, über das Allzeithoch vom Montag bei 94,95 Euro auszubrechen, um das nächste Kaufsignal zu generieren. Das nächste Kursziel ist dann die runde 100er-Marke.

Anleger, die von der Stärke der MDAX-Aktie Gerresheimer überzeugt sind, können mit einem Mini Future Long (WKN: MA0PLF / ISIN: DE000MA0PLF7) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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[…] (WKN: A0LD6E / ISIN: DE000A0LD6E6), die am Montag wieder einmal ein neues Allzeithoch markierte. Gerresheimer ist gut durch die Coronavirus-Krise gekommen, wie die neuesten Zahlen zum zweiten Gesch…Auch für das Gesamtjahr ist der MDAX zuversichtlich, denn sobald es Impfstoffe gegen COVID-19 gibt, […]

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