Prickelnde Getränke sind im Sommer sehr beliebt. Zum Aperitif trinkt man gerne mal einen gekühlten Champagner, Sekt oder Prosecco. Doch wie unterscheiden sich die Begriffe und was kommt am Ende ins Glas? Hinter allen Bezeichnungen stecken kohlesäurehaltige Weine. Doch sie unterscheiden sich in den Rebsorten, ihrer geografischen Herkunft, in der Farbe und auch im Herstellungsverfahren selbst. Was Einfluss auf die Qualität nimmt und auf welche Etikettenangaben man achten sollte, lesen Sie hier im Überblick.

Perlwein oder Secco

Perlwein oder auch Secco ist die Bezeichnung für einen Schaumwein, der in Deutschland hergestellt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Grundwein aus Deutschland stammt. Meistens wird der Wein aus Südeuropa in großen Mengen eingeführt und ist eher ein einfacher Tafelwein als ein Qualitätswein. Die Kohlensäure wird dem fertigen Wein nachträglich zugeführt. Die Herstellung erfolgt im Tankgärverfahren und ist zu hundert Prozent industriell. Der Geschmack des Schaumweins ist immer gleichbleibend. Da er nur wenig Kohlensäure enthält, entsteht in der Flasche nur wenig Druck, nämlich zwischen 1 und 2,5 bar. Daher werden gängige Weinflaschen zum Abfüllen verwendet. Der Preis für diese Schaumweine liegt im unteren Bereich. Angeboten werden sie häufig bei großen Lebensmittelmärkten.

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Qualitätsschaumwein oder Sekt

Sekt ist der deutsche Begriff für Qualitätsschaumwein. Er kann wie der Champagner im Flaschengärverfahren hergestellt werden, meistens findet die Herstellung aber im Tankgärverfahren statt. Verwendet werden Rebsorten, die aus verschiedenen Anbaugebieten stammen dürfen, aber zumindest für die Herstellung von Qualitätswein zugelassen sind. Es gibt Sekt aus Weißwein, Rotwein oder Roséwein. Die Schaumweine durchlaufen bei der Herstellung eine zweite Gärung, bei der dem Wein eine Mischung aus Hefe und Zucker zugegeben wird, die man Fülldosage nennt. Die Hefe dient dazu, den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umzuwandeln. Da das Kohlendioxid durch die Lagerung im Tank nicht entweichen kann, bleibt es als Kohlensäure in der Flüssigkeit erhalten. Die Hefe wird später herausgefiltert und der Wein unter Gegendruck in dickwandige Flaschen gefüllt. Der Druck eines Sekts beträgt in etwa 3,5 bar. Um den Namen Sekt zu tragen, wird gesetzlich eine Herstellungszeit von mindestens 6 Monaten vorgeschrieben.

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Deutscher Sekt. Wer auf Qualität Wert legt, sollte Sekt mit dem Zusatz „Sekt b.A.“ oder „Deutscher Sekt“ kaufen, denn hier sind die Trauben im ersten Fall nur aus einem Anbaugebiet und im zweiten Fall kommen alle Trauben zumindest aus Deutschland. Ein höheres Qualitätslevel bietet Sekt aus natürlicher Flaschengärung. Hier findet die zweite Gärung wie beim Champagner direkt in der Flasche statt. Die Fülldosage wird direkt in die Flasche zugegeben, um die zweite Gärung auszulösen. Sie wird dann mit einem Kronkorken verschlossen. Während der Gärung finden in der Flasche chemische Prozesse statt, die den Sekt noch prickelnder machen. Die Flaschen werden nach unten gerichtet in einem Rüttelpult mehrmals täglich bewegt, so dass sich die Hefe nach unten absetzen kann. Später wird die Hefe entfernt. Die fehlende Menge wird mit einer Versanddosage wieder aufgefüllt. Bei dieser Zugabe kann der Kellermeister sein wahres Können zeigen und die Süße des Sektes beeinflussen.

Winzersekt. Der hochwertigste Sekt ist der Winzersekt, bei dem nur die Trauben eines Winzers verwendet werden. Er wird ausschließlich im Flaschengärungsverfahren hergestellt und lagert mindestens 9 Monate bis zu vielen Jahren. Man spricht davon, dass der Wein auf der Hefe reift. Wird der Hefepfropf erst nach 9 Monaten entfernt, das Verfahren heißt Degorgieren, so darf der Sekt die Bezeichnung „Traditionelle Flaschengärung“ tragen. Perfekt gemachte Winzersekte aus hochwertigen Grundweinen befinden sich geschmacklich auf einer Ebene mit Champagner. Der Winzersekt entspricht dem französischen Crémant, der nur einige wenige Zusatzanforderungen, wie die Handlese, erfüllen muss. Um eine große Vielfalt an Winzersekten zu probieren, lohnt sich immer eine Reise in die Pfalz. Das Land von Riesling, Elwetritschen und Saumagen hat vieles zu bieten, eben auch sehr viele Winzersekte.

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Prosecco

Schaumwein und Secco, der aus Italien stammt, wird Prosecco bezeichnet und trägt häufig den Zusatz „Spumante“ oder „Frizzante“. Seit einem italienischen Gesetz aus dem Jahr 2009 wird der Name Prosecco nur für Schaumwein mit der Herkunft aus einem definierten Anbaugebiet in Venetien in Norditalien vergeben. Prosecco gibt es als Schaumwein, Perlwein oder Stillwein, der aber nicht trocken sein muss, wie das Wort „secco“ vermuten lässt. Prosecco wird wie der Großteil des deutschen Sekts im Tankgärverfahren hergestellt. Es gibt Prosecco Spumante, der etwas mehr Kohlensäure enthält und der als Sekt bezeichnet werden darf, wenn die Kohlensäure bei der Gärung entsteht, und den mit wenig Kohlensäure ausgestatteten Prosecco Frizzante, bei dem der Stillwein mit Kohlensäure versetzt wird. Hier handelt es sich meistens um ein Cuvée aus verschiedenen Weißweinen. Stammt der Grundwein aus einer anderen Region in Italien, trägt er die Bezeichnung Vino Frizzante.

Champagner

Der edelste unter den Schaumweinen ist der Champagner. Der Qualitätsschaumwein stammt aus einem geschützten Herkunftsgebiet in der Champagne in Frankreich. Die Trauben dürfen ausschließlich aus den Weinbergen der Champagne stammen und müssen auch dort verarbeitet werden. Andere Schaumweine aus Frankreich, die nicht aus dieser Region stammen, nennt man deshalb Crémant. Die Champagne ist eine Region im Norden Frankreichs, die eine Fläche von 25.600 Quadratmetern umfasst. Das Gebiet, in dem die Champagnerreben angebaut werden, erstreckt sich auf 35.280 Hektar Fläche.

Bild: Champagne Taittinger

Im Departement Marne mit den Regionen rund um Reims und Epernay findet man die meisten Champagnerreben. Hier ist die Avenue de Champagne mit dem Hauptsitz der größten und bekanntesten Champagnerhäuser wie Moët & Chandon, Mercier, De Castellane, Perrier-Jouët oder De Venoge. Der Unterschied zwischen Champagner und Sekt besteht im Gärungsverfahren. Champagner wird in der „méthode champenoise“ hergestellt, das heißt im traditionellen Flaschengärverfahren. So muss das zweite Gärungsverfahren beim Champagner zwingend in der Flasche erfolgen und er muss mindestens 15 Monate darin reifen. Die Flasche muss zudem mit einem Naturkorken verschlossen werden. Der Druck beim Champagner beträgt zwischen 3,5 und ca. 6 bar.

Die Rebsorten. Für Champagner werden drei Rebsorten verwendet, und zwar als rote Rebsorten der Pinot Noir (Spätburgunder) und der Pinot Meunier (Schwarzriesling) und als weiße Rebsorte der Chardonnay. Spätburgunder und Schwarzriesling nehmen jeweils ein größeres Gebiet ein als der Chardonnay. Champagner gibt es sortenrein oder als Cuvées.

Die Crus. In 320 Dörfern und Gemeinden (sogenannten Crus) werden in der Champagne Reben angebaut, um Champagner zu erzeugen. Diese Crus werden auf einer Skala von 80 bis 100 bewertet, da sie sich hinsichtlich Region, Bodenqualität und Klima stark unterscheiden. Grand Crus sind aus besserem Traubenmaterial hergestellt und erhalten die höchste Bewertung von 100. 17 Gemeinden haben diesen exklusiven Status. Nur etwa 10 Prozent der Weinberge der Champagne sind als Grand Cru klassifiziert. Premier Crus liegen von der Qualität etwas darunter und haben eine Bewertung zwischen 90 und 99. Etwa 15 Prozent der Gemeinden, in Zahlen 44, tragen die Bezeichnung Premier Cru. Millésime bezeichnet man einen Jahrgangschampagner, der nur aus den Trauben eines Jahrgangs kreiert wird. Sein Charakter ist stark abhängig von den Wetterbedingungen des Erntejahres. Er muss drei Jahre lagern, damit sich die Aromen entfalten können. Mindestens 15 Monate lagern alle Champagner im Keller, die Prestige-Cuvées am längsten. Je länger die Zeit zum Reifen, desto vielfältiger entwickeln sich die Weinaromen. „Ein guter Champagner zeichnet sich vor allem durch seine Eleganz und sein Gleichgewicht aus“, weiß Christian Josephi, vom Bureau du Champagne des Comité Champagne für Deutschland & Österreich, zu berichten. „Wer sich einmal von den in Deutschland beliebten, deutlich süßeren Sekten gelöst hat, wird die Leichtigkeit eines Champagners schätzen lernen. Am Ende entscheidet immer der individuelle Geschmack.“

Bildquelle: Pixabay / eminens

Fazit

Schaumwein gibt es in vielen verschiedenen Qualitätsklassen. Jeder muss selbst entscheiden, wann er lieber zum einfachen Secco und wann zum edlen Champagner greift. Jeder hat seine Berechtigung und es hängt von der Situation ab, was angemessen ist. Zur Qualität lässt sich zusammenfassen, dass je hochwertiger der Grundwein ist und je exakter die Herkunft definiert werden kann, desto höher die Qualität ausfallen wird. Ein zweiter Qualitätsfaktor ist die Art der Herstellung, bei der die Flaschengärung vorne liegt und drittens spielt die Dauer der Reife eine Rolle. Denn je länger der Sekt auf der Hefe liegt, desto feiner wird das Ergebnis. Qualität versprechen vor allem Champagner, Crémant, deutscher Winzersekt und der Prosecco Spumante.

Bildquelle: Pixabay / Pexels

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