Bildquelle: markteinblicke.de

Bereits im ersten Quartal haben Amerikas größte Banken Rückstellungen für die Corona-Pandemie gebildet, da sie ein Szenario wie im Jahr 2008 befürchteten. Doch eine gute Diversifikation und die Politik der FED haben dem großen Teil der Investmentbanken dazu verholfen, das zweite Quartal mit einem überaus positiven Ergebnis zu beschließen. Dennoch gibt man sich seitens der Banken skeptisch.

Zwiespältige Erwartungshaltung im Vorfeld

Mit Spannung wurde seit Anfang dieser Woche die Veröffentlichung der Quartalszahlen der größten amerikanischen Banken erwartet. Im Vorfeld existierten verschiedenste Mutmaßungen über die Folgen des Coronavirus-Shutdowns auf das Geschäft der Geldhäuser. „Die Ergebnisse des zweiten Quartals werden chaotisch“, schrieb ein Jefferies-Analyst in Erwartung der Zahlen der Monate April bis Juni. Bereits im ersten Quartal haben die Banken hohe Rückstellung gebildet, um für Kreditausfälle, bedingt durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, gewappnet zu sein.

Anlagestrategen rechneten sogar mit einem Gewinnrückgang von knapp 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Als einen der Hauptgründe nannten viele die deutlich ausgeweitete Vorsorge für ausfallgefährdete Kredite. „Der Lockdown dürfte bei zahlreichen Kreditnehmern – Privat- wie Geschäftskunden – Spuren in den Vermögensverhältnissen hinterlassen haben, weshalb einige Kunden Schwierigkeiten bekommen sollten, ihre Bankkredite zu tilgen“, erklärte der Chefanlagestratege der Deutsche Bank Ulrich Stephan. Außerdem belasten sinkenden Zinsmargen, als Folge des niedrigen Zinsniveaus, die Ergebnisse der Institute.

Auf der anderen Seite erwarteten Analysten gute Ergebnisse aus den Bereichen Investmentbanking und Handel. Von Banken, die in diesen Bereichen besonders stark aufgestellt sind, wurden positive Ergebnisse erwartet. Zum einen sollen volatilere Märkte die Provisionen aus dem Handelsgeschäft steigern und zum anderen mussten im zweiten Quartal viele Unternehmen Anleihen begeben und Aktien am Markt platzieren, um sich für die Corona-Krise zu wappnen, was dem Geschäft der Investmentbanken Auftrieb verleihen sollte.

Starke Ausrichtung auf Finanzmärkte und Spendierlaune der FED helfen

Als Goldman Sachs (WKN: 920332 / ISIN: US38141G1040) am Dienstag dieser Woche die Quartalszahlen vorstellte, übertrafen diese sogar die Erwartungen der Analysten. Mit einem Gewinn von USD 2,42 Mrd. hat man die zweithöchsten Quartalseinnahmen der Firmengeschichte erzielt. Auch JPMorgan Chase (WKN: 850628 / ISIN: US46625H1005) und die Citigroup (WKN: A1H92V / ISIN: US1729674242) haben trotz gesunkener Gewinne die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen. JPMorgan konnte sogar die höchsten Quartalseinnahmen in der Geschichte der Bank verzeichnen.

Wie im Vorfeld bereits erwartet, konnten vor allem die Banken mit starker Ausrichtung auf das Investmentbanking besonders gute Ergebnisse erzielen. Angefacht von den Liquiditätsspenden der amerikanischen Zentralbank FED konnten sie von den steigenden Finanzmärkten profitieren. Durch die volatilen Marktbedingungen war der Handel äußerst lebhaft. Zudem sorgten eine Vielzahl an Unternehmensfinanzierungen für Beschäftigung bei den Investmentbanken. In Kombination trugen beide Faktoren wesentlich zu den guten Ergebnissen des zweiten Quartals bei…

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