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Am 22. Juli ist es wieder soweit! Der Tag für alle, die gerne ganz offiziell mal nur so abhängen wollen – am Tag der Hängematte. Er kommt wie schon vermutet aus den USA und heißt dort „National Hammock Day“. Der Feiertag wird dort schon seit Ende des 19. Jahrhunderts in langer Tradition jedes Jahr am 22. Juli gefeiert. Das exakte Startdatum lässt sich nicht genau zurückverfolgen. Auch nicht der Gedanke, der dahinterstand. Aber die Hängematte ist eine coole Erfindung und muss geehrt werden.

Lange Tradition

Vermutlich geht der National Hammock Day auf die Hängemattenindustrie zurück, die ihren Verkauf pushen wollte und zur Absatzförderung den Tag der Hängematte ins Leben rief. Was wir genauer wissen ist, dass die Hängematte Ende des 15. Jahrhunderts ursprünglich von Christoph Kolumbus in Mittelamerika entdeckt wurde. Die Hängematte heißt dort „hamaca“, was so viel bedeutet wie „geworfenes Netz“. Die Einwohner Mittelamerikas nutzten die Vorläufer der Hängematte, die unter anderem aus Baumrinde bestand, als Schlafgelegenheit. Zum Schlafen diente die Hängematte auch den Seefahrern, die sich in dem hängenden Bett vor Nässe und Feuchtigkeit schützen konnten.

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Heute wird die Hängematte zwar auch zum Schlafen benutzt, kommt aber eher für den entspannten Mittagsschlaf oder einfach nur zum Relaxen zwischendurch zum Einsatz. Eine der schönsten Vorstellungen von einer Hängematte: zwei Palmen am Strand, dazwischen eine Hängematte, einen Strohhut auf dem Gesicht und das Wellenrauschen im Hintergrund. Doch Schluss mit dem Träumen – alternativ zur Palme kommen auch zwei Bäume in Frage oder wenn die Aufhängemöglichkeit ganz fehlt, eine Hängematte mit passendem Gestell.

Die optimale Position finden

Wer denkt, dass das Schlafen in einer Hängematte schlecht für den Rücken ist, täuscht sich, denn das Gegenteil ist der Fall. Die Hängematte ist sogar rückenschonend, sofern man richtig darin liegt. Optimale Voraussetzungen sind, dass die Hängematte gut gespannt ist und man eine diagonale Liegeposition einnimmt. Also zum Beispiel Kopf am rechten Rand und Füße am linken Rand. Der Rücken bleibt hier in einer geraden Position, das Einsinken wird vermieden und die Hängematte kann sich gut an die Wirbelsäule anschmiegen. Große breite Hängematten ermöglichen auch die Querlage. Vorteile beim Schlafen in der Hängematte sind die gute Durchlüftung und die leichte Schaukelbewegung, die das Einschlafen fördert.

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Das Aus- und Einsteigen in eine Hängematte will geübt sein, denn kaum ist man drin, umschließt einen der Stoff oder das Netz und sie fängt erst einmal an zu schwingen.

Die richtige Technik ist daher gefragt! Wenn man mal drin liegt, ist das Liegegefühl allerdings einmalig.

Wer die Wahl hat

Hängematten gibt es in vielen verschiedenen Varianten, Größen und Farben. Meistens sind sie bunt und mit farbenfrohen Streifenmustern gewebt, was auf ihren Ursprungskontinent Südamerika mit dem dort vorherrschenden Lebensgefühl zurückgeht

Von Südamerika kommt die beliebteste Hängematte, die klassische Tuchhängematte, die es in drei verschiedenen Breiten Einzel, Doppel und Kingsize gibt. Der Liegekomfort ergibt sich übrigens aus der Breite, denn je breiter das Tuch ist, desto mehr Platz ist beim Diagonal-Liegen. Diese Hängematten sind aus Baumwolle, Biobaumwolle oder in der Outdoorvariante aus Polypropylen gefertigt. Die Qualität einer Hängematte bemisst sich an der Anzahl ihrer Aufhängeschnüre. Mehr Schnüre verteilen das Gewicht besser und erhöhen die Langlebigkeit und den Komfort der Hängematte.

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Eine gespannte Liegefläche ohne Schattenwurf bietet die Stabhängematte, bei der die Liegefläche durch zwei Spreizstäbe aus Bambus gespannt ist. Durch ihr gespanntes Tuch ist sie sehr dekorativ und sie wird oft mit einem Gestell geliefert. Durch die Stäbe behält diese Hängematte im Gegensatz zur Tuchhängematte ihre Form und passt sich beim Liegen der Körperform weniger an. Das Liegegefühl ist ähnlich wie auf einer Matratze. Zum Liegen wird hier eine gerade Position empfohlen, um die Hängematte nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Wer die Hängematte unabhängig von gegebenen Befestigungsarten im Garten oder in der Wohnung nutzen möchte, ist mit einer Hängematte plus Gestell gut bedient. So kann das schaukelnde Bett nach der Sonne ausgerichtet werden oder nach der Nutzung verschoben oder abgebaut werden. Die dekorativen Gestelle gibt es in Holz oder Stahl, massiv oder zusammensteckbar.

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Wer es noch flexibler mag, kann sich mit einer Reisehängematte eindecken und sich dem neuen Trend „Hammocking“ widmen. Dazu packt man etwas Proviant ein, geht raus in die Natur und sucht sich ein schönes Plätzchen zum Chillen. Reisehängematten sind aus leichter Kunstfaser und mit baumschonenden Gurten ausgestattet, die einfach und schnell anzubringen sind und bei den Bäumen keinen Schaden hinterlassen.

Fazit

Egal ob groß oder klein, aus Netz oder Tuch, mit Stange oder nach Südamerika-Art – die Hängematte steht für Genuss, Entspannung und Wohlbefinden. Wir wünschen Ihnen mit allen Varianten viel Spaß beim gepflegten Abhängen!

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