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flatex (WKN: FTG111 / ISIN: DE000FTG1111) hat am Dienstag einen wichtigen Erfolg vermeldet. Der in Frankfurt am Main ansässige Online-Broker hat die geplante Übernahme von Degiro, einem der größten Broker Europas, unter Dach und Fach gebracht. Die flatex AG erhielt die Unbedenklichkeitserklärung von De Nederlandsche Bank (DNB) zum Erwerb von 100 Prozent der Anteile an dem niederländischen Broker.

Laut der entsprechenden ad-hoc-Meldung ist das formelle Closing-Verfahren zur Übernahme bereits gestartet worden und wird bis Ende Juli abgeschlossen sein. Degiro soll demnach voraussichtlich ab dem 1. August dieses Jahres in die flatex Gruppe konsolidiert.

Unter dem Vorbehalt der Behörden

flatex erwarb bereits im Dezember 2019 einen Anteil von 9,4 Prozent an Degiro im Volumen von knapp 24 Mio. Euro in bar. Der Erwerb der restlichen Anteile (90,6 Prozent) stand bisher unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Behörden.

Kapitalerhöhung und Cash-Zahlung

Infolge der jetzt erteilten Unbedenklichkeitserklärung durch die DNB wird flatex nun den Kauf der verbleibenden 90,6 Prozent der Anteile an Degiro durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage finanzieren. Dazu sollen bis zu 7,5 Millionen neue flatex-Aktien an die derzeitigen Degiro-Aktionäre unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre ausgegeben werden. Zusätzlich wird flatex rund 36 Mio. Euro in bar bezahlen. Genehmigt wurde außerdem, dass der Vorstandschef von flatex Frank Niehage in den Aufsichtsrat von Degiro bestellt wird.

Viele Kunden gewonnen

Laut Niehage wird flatex durch die Übernahme der erste und größte paneuropäische Online-Broker. flatex profitierte zuletzt von der außergewöhnlich hohen Handelsaktivität während der Coronavirus-Krise. Niehage zufolge konnten viele Neukunden gewonnen werden. Dieser Trend halte auch im Juli weiter an. Laut Niehage wird das Kundenwachstum durch die Bereitstellung von flatex-Bankkonten für Degiro-Kunden weiter angekurbelt. Annähernd alle Degiro-Einlagen sollen bis Ende des dritten Quartals 2020 zur flatex Bank transferiert werden.

Neue Aufholbewegung

Die Aktie von flatex wurde durch die Coronavirus-Krise nur kurzzeitig zurückgeworfen und markierte im März in der Spitze ein Dreimonatstief bei 21,10 Euro. Doch von diesem Boden aus startete eine neue Kurs-Rallye, im Zuge der es für die Notierungen bis Anfang Juli bis auf 47,15 Euro nach oben ging. Das bedeutete ein neues Allzeithoch. Es folgten ein Rücksetzer auf 38,20 Euro und eine neue Aufholbewegung bis in den Bereich der 41er-Marke.

Allzeithoch im Visier

Setzt sich die Kurserholung fort, gilt es als Nächstes, die All-Time-High vom 2. Juli bei 47,15 Euro in Angriff zu nehmen. Gelingt der Ausbruch nach oben, stellen sich die nächsten Kursziele auf 50 und 60 Euro. Die Chancen für weitere kräftige Kursgewinne stehen gut, denn flatex konnte an der Börse bisher überzeugen. Seit dem Börsengang im Jahr 2009 hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht.

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