Bildquelle: markteinblicke.de

Den Handelsstreit zwischen China und den USA hatte LVMH (WKN: 853292 / ISIN: FR0000121014) in den vergangenen Jahren noch relativ gut weggesteckt. Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus trafen den weltgrößten Luxusgüterkonzern dagegen deutlich härter. Dies wurde anhand der 2020er-Halbjahreszahlen der Franzosen klar.

Schwäche der Tourismusbranche trifft LVMH besonders

Im ersten Halbjahr 2020 lagen die konzernweiten Umsatzerlöse des Unternehmens, das für Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior oder Bulgari steht, bei 18,4 Mrd. Euro. Ein Rückgang in Höhe von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Organisch lag das Minus bei 27 Prozent. Im weiten Quartal fielen die Erlöse sogar um 38 Prozent.

LVMH machten die Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie zu schaffen. Besonders ärgerlich: ausgabefreudige Urlauber durften nicht reisen. Zudem wurden viele Einzelhandelsgeschäfte geschlossen, während die Lieferketten ebenfalls durcheinander gebracht wurden.

Licht und Schatten

Die gute Nachricht ist jedoch, dass im Monat Juni bereits eine Erholung ausgemacht werden konnte. Insbesondere in dem für LVMH und die gesamte Luxusgüterindustrie sehr wichtigen chinesischen Markt. Dies verhinderte jedoch nicht einen Rückgang beim Gewinn aus fortgeführten Geschäften um 68 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro. Der Nettogewinn rutschte sogar um 84 Prozent auf 522 Mio. Euro.

Zumindest konnte die Profitabilität bei den Marken Louis Vuitton, Christian Dior und Moët Hennessy auf einem hohen Niveau verbleiben. Darüber hinaus soll die Übernahme der US-Juwelierkette Tiffany & Co bald über die Bühne gehen. Ob und wann diese zustande kommt liegt weniger an COVID-19, sondern an der Zustimmung der Kartellbehörden.

FAZIT

Trotz der Belastungen durch Corona konnte die LVMH-Aktie zuletzt die Marke von 400 Euro zurückerobern. Bis zu dem zu Jahresbeginn bei 439 Euro verbuchten Allzeithoch ist es auch nicht mehr weit. Offenbar sind Anleger überzeugt, dass es der Branchenriese relativ gut durch die Krise schaffen sollte. Warum auch nicht?

Den verschiedenen Unsicherheiten kann LVMH unter anderem dank der schieren Größe des Unternehmens trotzen. Mit 75 Marken und fast 4.600 Einzelhandelsgeschäften weltweit gibt LVMH im Luxusgüterbereich den Ton an. Zumal die vielen Marken mit lokalem Fokus für einen hohen Grad an Diversifikation sorgen.

Anleger, die von der Stärke von LVMH überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MC7SQL / ISIN: DE000MC7SQL1) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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