Bildquelle: Pressefoto McDonald's

Die Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben McDonald’s (WKN: 856958 / ISIN: US5801351017) deutlich zurückgeworfen, wie die neuesten Geschäftszahlen belegen. So brach der Umsatz im zweiten Quartal (per Ende Juni) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 3,8 Mrd. US-Dollar ein. Die Erwartungen der Analysten wurden damit knapp überboten, diese prognostizierten Umsatzerlöse von im Schnitt 3,7 Mrd. US-Dollar.

Gewinneinbruch schlimmer als befürchtet

Beim Gewinn fiel der Einbruch noch wesentlich heftiger aus als bei den Umsätzen. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Nettogewinn von 484 Mio. US-Dollar beziehungsweise 0,65 US-Dollar je Aktie zu Buche, was einen Rücksetzer um 68 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 bedeutete. Hier wurden die Prognosen der Analysten deutlich verfehlt. Im Mittel wurde hier mit einem Gewinn je Aktie von 0,74 US-Dollar gerechnet.

Meiste Filialen wieder in Betrieb

Laut eigenen Angaben hat McDonald’s seit Beginn der Pandemie 200 Mio. US-Dollar für die Unterstützung seiner Franchisenehmer aufgewendet. Die Quartalszahlen sind besonders negativ zu werten, wenn berücksichtigt wird, dass die meisten Filialen von McDonald’s gegen Ende des zweiten Quartals wieder in Betrieb waren.

Während im April im Zuge der Lockerungen bereits 75 Prozent der Filialen wieder geöffnet waren, waren es im Juni 96 Prozent. Das zeigt, dass die Wiedereröffnung nicht zum erhofften Besucheransturm geführt hat. Zu berücksichtigen ist dabei aber, dass es in vielen Restaurants das Essen nur zum Mitnehmen gibt.

Pleitewelle dürfte McDonald’s in die Karten spielen

Viele Branchenexperten rechnen aber damit, dass die Talsohle bei McDonald’s inzwischen durchschritten ist und der US-Konzern gestärkt aus der Krise kommen wird. Hierfür spricht die erwartete Pleitewelle im Gastronomiebereich. Nach Angaben von Independent Restaurant Coalition besteht die Gefahr, dass bis zum Jahresende 85 Prozent der amerikanischen Restaurants schließen müssen, wenn es vom Staat nicht mehr finanzielle Unterstützung geben sollte. Weniger Konkurrenten dürfte mehr Umsatz für McDonald’s bedeuten, so die Annahme.

Auf diese Kursmarken kommt es jetzt an

Nachdem McDonald’s an der Börse Mitte März auf ein Tief bei 119 Euro gefallen war, konnten sich die Notierungen bis Ende Juli zeitweise wieder in den Bereich der 168er-Marke nach oben arbeiten. Hier gilt es als Nächstes, die 200-Tage-Linie (174 Euro) und das knapp darüber liegende Juni-Hoch bei 179 Euro zurückzuerobern, um neue Kaufsignale zu generieren.

McDonald’s vor neuen Rekordständen?

Das nächste Kursziel stellt sich im Anschluss auf das Allzeithoch vom Februar bei 201 Euro. Neue Rekordstände dürften bei McDonald’s nur eine Frage der Zeit sein, denn langfristig gehört die Aktie zu den erfolgreichsten Titeln an der Wall Street. So konnte die Aktie beispielsweise in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt um neun Prozent jährlich zulegen. Das aktuell immer noch vergleichsweise niedrige Kursniveau könnte sich deshalb als günstige Einstiegsgelegenheit herausstellen.

Anleger, die auf den Aufwärtstrend der McDonald’s-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des Dow-Jones-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7SMN / ISIN: DE000MC7SMN6) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MA1DU6 / ISIN: DE000MA1DU67) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der McDonald’s-Aktie zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto McDonald’s

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