Bildquelle: Pressefoto PUMA SE / Foto: © RALF ROEDEL

Die Aktie von Puma (WKN: 696960 / ISIN: DE0006969603) ist am Mittwochvormittag mit einem kräftigen Plus in den Handel gestartet. Zwischenzeitlich legten die Notierungen um rund vier Prozent zu, obwohl die jüngsten Geschäftszahlen alles andere als rosig ausfielen.

Operativer Verlust

Wie der Sportartikelhersteller am Mittwochmorgen mitteilte, brachen die Umsatzerlöse im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 831 Mio. Euro ein. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde ein Verlust von 115 Mio. Euro verzeichnet. Im zweiten Quartal 2019 stand hier noch ein operativer Gewinn von 80 Mio. Euro zu Buche.

Hoher Nettoverlust

Unter dem Strich wurde im zweiten Quartal ein Nettoverlust von 96 Mio. Euro verzeichnet, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 50 Mio. Euro eingefahren wurde. „Das zweite Quartal 2020 war das schwierigste Quartal, das ich jemals erlebt habe. Ein Virus, das 85 Prozent des gesamten weltweiten Sport- und Modegeschäfts lahmlegt, war eine Erfahrung, die ich niemals erwartet hätte“, erklärte der Puma-Vorstandschef Bjørn Gulden.

Geschäft verbessert sich wieder

Laut Puma verzeichneten im zweiten Quartal 2020 alle Regionen und alle Produktbereiche einen Umsatzrückgang. Demnach lag der Umsatz im April um 55 Prozent und im Mai um 38 Prozent unter den Vorjahreswerten. Seitdem habe sich das Geschäft aber verbessert, sodass sich der Rückgang im Juni auf nur noch minus sechs Prozent verringerte.

Keine Prognose für das Gesamtjahr 2020

Puma schätzt das Risiko einer zweiten Pandemiewelle mit einem weiteren Lockdown nach wie vor als sehr hoch ein. Da die Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin unvorhersehbar sei, kann keine zuverlässige Finanzprognose für das Gesamtjahr 2020 abgegeben werden. Der Vorstand geht aber weiterhin davon aus, dass sich die Märkte bis Ende des Jahres erholen werden und 2021 wieder ein Jahr des Wachstums sein wird.

Puma will gestärkt aus der Krise hervorgehen

Laut Puma deutet vieles darauf hin, dass Gesundheit und Sport künftig noch wichtiger sein werden als vor der Krise. Demnach dürfte sich auch der Trend zu legerer Kleidung und der Einfluss der Sportmarken auf die Mode voraussichtlich weiter verstärken. Deshalb hofft Puma darauf, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und das Wachstum fortzusetzen.

An der Börse wurde Puma im März kräftig zurückgeschlagen. Der Aktienkurs brach zeitweise auf 40 Euro ein, was den tiefsten Stand seit dem Oktober 2018 bedeutete.

Dieser Widerstand muss überwunden werden

Doch von diesem Boden aus startete eine neue Kurs-Rallye, im Zuge der es für die Notierungen bis Ende Juli wieder in den Bereich der 69er-Marke nach oben ging. Hier gilt es als Nächstes, über das Juni-Hoch bei 72,32 Euro auszubrechen, um ein neues Kaufsignal zu generieren. Darüber wäre die Bahn frei bis zum Allzeithoch vom Februar bei 84,30 Euro. Damit eröffnet sich kurzfristig ein Gewinnpotenzial von 22 Prozent.

Analysten zuversichtlich

Auch ein Großteil der Analysten ist zuversichtlich gestimmt, dass die MDAX-Aktie weiter zulegt und spricht daher Kaufempfehlungen aus. Goldman Sachs und BNP Paribas zum Beispiel sehen die Kursziele für Puma bei 80 Euro. Morgan Stanley ist noch etwas optimistischer und hat das nächste Kursziel auf 84 Euro gesetzt.

Anleger, die auf eine Fortsetzung der Kurs-Rallye der Puma-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des MDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VP3L4K / ISIN: DE000VP3L4K3) auf der Long-Seite an. Wer von fallenden Notierungen bei Puma profitieren möchte, hat mit den passenden Short-Produkten (WKN: VE7HJ9 / ISIN: DE000VE7HJ99) die Gelegenheit dazu.

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