Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

Die Notenbank EZB nimmt durch Anleihenkäufe weitere Positionen auf ihre Bilanz und die Wirtschaft ist nicht zuletzt seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie bestenfalls angeschlagen. Seit Anfang Mai hat der Euro jedoch gegenüber dem Dollar stark zugelegt. Für die wirtschaftliche Erholung der Eurozone ist eine starke Währung nicht unbedingt förderlich. Die Gründe für die Aufwertung sind vielfältig.

Der starke Euro belastet die Wirtschaft

Aus der Perspektive der Realwirtschaft bringt ein starker Euro erhebliche Probleme für die Euro-Zone mit sich. Ist der Euro stark, verteuert er die einheimischen Produkte im internationalen Vergleich. Das macht sie weniger wettbewerbsfähig. Da europäische Produkte stärker mit der Weltwirtschaft verflochten sind als beispielsweise Produkte aus den Vereinigten Staaten, sind sie deutlich empfindlicher für eine Euro-Aufwertung.

Wenn beispielsweise ein Auto in Deutschland gebaut wird, fällt ein großer Teil der Kosten dafür in Euro an. Wertet der Euro auf, stellt das den Produzenten vor ein Dilemma: Entweder muss er das Auto in anderen Währungsräumen teurer verkaufen, wodurch es weniger attraktiv wird und seine Wettbewerbsfähigkeit einbüßt oder seine Gewinnmarge sinkt. In der aktuellen Krise, in der die Absätze der Unternehmen einbrechen, ist die Euro-Stärke also besonders schmerzhaft.

Aus makroökonomischer Sicht kommt noch erschwerend hinzu, dass der starke Euro, Importe verbilligt und die ohnehin schon niedrige Inflation im Euroraum noch weiter drückt.

Leitzinssenkungen weltweit stärken den Euro

Im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen der Wirtschaft hat neben der EZB auch die US-amerikanische Zentralbank FED ein Paket auf den Weg gebracht und die Leitzinsen abgesenkt. Während die EZB schon seit Jahren eine Nullzinspolitik fährt, mit dem Ziel, die wirtschaftliche Tätigkeit im Euroraum zu erhalten, lag Anfang des Jahres der Leitzins in den USA bei 1,5 bis 1,75 Prozent. Der daraus resultierende Zinsvorteil für Investitionen in den USA existiert seit der Zinssenkung der FED nicht mehr…

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Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

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