Bildquelle: Pressefoto RWE / Fotograf/Copyright Lutz Kampert, Dortmund

In der laufenden Woche stehen unter anderem wieder einmal die großen deutschen Energiekonzerne im Fokus der Anleger. Am Mittwoch, den 12. August präsentiert E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal. Einen Tag später, am 13. August, gewährt RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) Einblick in die Geschäftsbücher.

Wie kommen die beiden DAX-Konzerne durch die Krise?

Anleger sind gespannt darauf, wie die beiden Energieversorger durch die Corona-Pandemie kommen und welche Auswirkungen die neuesten Geschäftszahlen auf die weiteren Aktienkursentwicklungen haben werden. Dabei stellt sich natürlich auch die Frage, welcher von beiden Titeln aussichtsreicher ist. Schaut man sich die Charts an, dürfte die Antwort hierauf klar sein. Zunächst zur E.ON-Aktie:

E.ON mit deutlichem Gewinnpotenzial, aber …

Die E.ON-Aktie wurde durch die Corona-Pandemie kurzfristig stark zurückgeworfen. Im März brachen die Notierungen um rund ein Drittel auf in der Spitze 7,60 Euro ein. Seitdem konnte sich der Kurs wieder bis in den Bereich der Zehn-Euro-Marke (aktuell: 9,93 Euro) nach oben arbeiten. Hier stellt sich das nächste Kursziel auf das bisherige Jahreshoch vom Februar bei 11,56 Euro. Damit errechnet sich hier ein kurzfristiges Gewinnpotenzial von 17 Prozent.

E.ON ist nach wie vor in der Seitwärtsbewegung gefangen

Mittel- und langfristig betrachtet bleibt die Lage bei E.ON aber nach wie vor angespannt. Die Aktie bleibt bisher nach wie vor in der seit Ende 2017 gestarteten Seitwärtsbewegung gefangen, die in der Spanne zwischen 7,60 Euro auf der Unterseite (März-Tief) und 11,56 Euro auf der Oberseite (Februar-Top) verläuft. Ob es gelingt, aus dieser Seitwärtskonsolidierung nach oben auszubrechen, also über 11,56 Euro, muss sich hier erst noch zeigen. Vorerst zeigen die Trendpfeile für E.ON damit weiter nur seitwärts. Deutlich besser sieht es dagegen bei RWE aus:

RWE: Aufwärtstrend seit Anfang 2017

Die RWE-Aktie notiert bereits seit Anfang 2017 in einem klaren Aufwärtstrend, der im März dieses Jahres nur kurzfristig gestoppt wurde. Doch der zwischenzeitliche Rückschlag wurde inzwischen wieder wettgemacht, womit hier jetzt ein neues Kaufsignal in der Luft liegt. Denn mit einem Kurs von aktuell 33,50 Euro notiert die Aktie jetzt knapp unter dem Februar-Hoch bei 34,64 Euro. Setzt sich der seit nunmehr über drei Jahre andauernde Aufwärtstrend fort, dürfte der Ausbruch über das Top kein Problem sein. Das nächste Kursziel würde sich dann auf die 40er-Marke stellen, womit sich ein kurzfristiges Gewinnpotenzial von 19 Prozent errechnet.

Fazit

Auch wenn sich bei den Aktien von E.ON und RWE kurzfristig betrachtet vergleichbare Gewinnpotenziale errechnen, stellt sich die charttechnische Lage bei RWE mittel- und langfristig betrachtet sehr viel besser dar. Denn die E.ON-Aktie befindet sich schon seit Jahren in einem Seitwärtslauf, der möglicherweise noch weiter andauern könnte. Die Aktie von RWE notiert dagegen seit inzwischen über drei Jahren in einem starken Aufwärtstrend. Die Chancen für weitere Zugewinne stehen deshalb gut.

Anleger, die von der Stärke von E.ON überzeugt sind, können mit einem Mini Future Long (WKN: VL22R4 / ISIN: DE000VL22R47) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Wer dagegen das größere Aufholpotenzial bei RWE sieht, kann hier ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: VP2Z6K / ISIN: DE000VP2Z6K3) überproportional gewinnen.

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Bildquelle: Pressefoto RWE / Fotograf/Copyright Lutz Kampert, Dortmund

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