Bildquelle: Pixabay / herbalhemp

Es wird wieder spannend im Cannabis-Bereich. Zwei der führenden Produzenten, Canopy Growth (WKN: A140QA / ISIN: CA1380351009) und Tilray (WKN: A2JQSC / ISIN: US88688T1007), haben am Montag ihre neusten Geschäftszahlen präsentiert, die zu kräftigen Kursausschlägen der entsprechenden Aktien geführt haben. Während Canopy die Analysten positiv überrascht hat, musste Tilray einen weiteren Rückschlag verzeichnen.

Analysten-Erwartungen übertroffen

Canopy Growth ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2020/2021 gestartet, wie die jüngsten Zahlen zum ersten Quartal (per Ende Juni 2020) belegen, die am Montag präsentiert worden sind. So wurde der Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 110 Mio. kanadische Dollar (89 Mio. US-Dollar) gesteigert. Die Analysten hatten hier nur mit einem Umsatz von im Schnitt 99 Mio. kanadischen Dollar gerechnet.

Verluste eingegrenzt

Der Verlust wurde gegenüber dem ersten Geschäftsquartal 2019/2020 von 186 Mio. kanadische Dollar auf 109 Mio. kanadische Dollar beziehungsweise von 0,54 auf 0,30 kanadische Dollar je Aktie eingegrenzt. Mit diesen Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten ebenfalls deutlich übertroffen. Die Prognose für das erste Geschäftsquartal lag hier bei einem Verlust je Aktie von im Mittel 0,46 kanadischen Dollar.

Höhere Cannabis-Nachfrage

Canopy Growth profitierte zum einen von den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, mit denen der Verlust deutlich reduziert werden konnte. Zum anderen auch von einer höheren Cannabis-Nachfrage, die auch auf die Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie zurückzuführen waren.

Laut dem Vorstandschef David Klein ist dabei besonders erfreulich die Entwicklung bei den cannabishaltigen Getränken. Demnach befinde man sich hier auf dem kanadischen Markt in der Top-Position.

An der Frankfurter Börse konnte der Aktienkurs von Cannopy Growth am Montag um rund elf Prozent zulegen. Am Dienstagmorgen ging es dann um zeitweise fünf Prozent nach unten, sodass die Aktie im Bereich der 15-Euro-Marke notiert.

Neue Kaufsignale liegen in der Luft

Gelingt der Sprung über die 200-Tage-Linie (16,30 Euro), würde das den Wechsel in den übergeordneten Aufwärtstrend und damit ein neues Kaufsignal bedeuten. Die nächsten Kursziele stellen sich dann auf die Hochs vom Mai (20,75 Euro) und vom Januar (23,18 Euro). Bis zu letzterem Kursziel eröffnet sich ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von 45 Prozent.

Tilray: Erwartungen verfehlt

Das kanadische Pharma- und Cannabisunternehmen Tilray steigerte den Umsatz im zweiten Quartal (per Ende Juni) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 50 Mio. US-Dollar und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt Umsatzerlöse von 55 Mio. US-Dollar erwarteten.

Verluste werden immer größer

Der Nettoverlust stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2019 von 36 Mio. US-Dollar auf 82 Mio. US-Dollar beziehungsweise von 0,37 US-Dollar je Aktie auf 0,65 je Aktie. Auch hier konnte Tilray die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen, die von einem Verlust je Aktie von im Mittel 0,40 US-Dollar ausgingen.

Aktie im Abwärtstrend

An der Frankfurter Börse ist Tilray am Dienstagmorgen mit einem Verlust von vorübergehend fünf Prozent in den Handel gestartet (aktuell: 6,18 Euro). Mit dem neuen Kursrückschlag bleibt die Lage bei Tilray angespannt. Die Aktie notiert im Abstand von 46 Prozent unter der 200-Tage-Linie (11,54 Euro) und damit im langfristigen Abwärtstrend. Weitere Rücksetzer sind deshalb wahrscheinlich. Erst wenn die Rückeroberung der 200-Tage-Linie gelingt, würde sich die Charttechnik hier wieder aufhellen. Vorerst zeigen die Trendpfeile hier weiterhin nach unten.

Fazit

Trotz deutlicher Umsatzzuwächse bleibt Tilray weiterhin hoch defizitär. Wann hier wieder Gewinne eingefahren werden, ist vollkommen ungewiss. Das dürfte ein Hemmschuh für die Aktienkursentwicklung bleiben. Canopy Growth bleibt damit im Cannabis-Bereich die bessere Wahl. Steigende Umsätze und geringere Verluste geben der Aktie Schub und könnten in Kürze für neue Kaufsignale sorgen.

Anleger, die von der Stärke von Canopy Growth überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: SR8C0N / ISIN: DE000SR8C0N3) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Wer dagegen das größere Aufholpotenzial bei Tilray sieht, kann hier ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: LS68PE / ISIN: DE000LS68PE1) überproportional gewinnen.

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