Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Der Asphalt brennt, in meiner Heimat- und des Bundes Hauptstadt Berlin, das heißt: Jetzt ist er da, der Hochsomma! Gut, das ist orthographisch natürlich komplett falsch (richtig wäre hier selbstverständlich HochsommER), aber das hätte sich nun mal nicht so schön gereimt! Und da die SPD in der abgelaufenen Woche mit der, Stichwort Sommerloch, sehr frühen Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur des amtierenden Finanzministers Olaf Scholz überraschte, zitiere ich an dieser Stelle einfach die ehemalige Parteivorsitzende (beziehungsweise Pippi Langstrumpf, um ganz genau zu sein) und mache mir die Rechtschreibung bzw. Welt, wie sie mir gefällt! Frei nach diesem Motto agierte auch Tesla-Tycoon Elon Musk, der einigermaßen unerwartet einen Aktiensplit zum 31. August ansetzte (aus eins mach fünf) und damit den nächsten Kurssprung bei den Papieren auslöste. Warum?

1 + 4 = 5

Nun, zuallererst vermutlich, um die einzelne Aktie preiswerter (mit einem Fünftel des alten Preises günstiger als vorher, dafür gibt es aber fünfmal so viele Aktien, sprich an der Marktkapitalisierung ändert sich nichts!) und damit auch für kleinere Anleger-Budgets (wieder) attraktiver zu machen, die der mittlerweile doch recht hohe Preis von roundabout 1.600 US-Dollar derzeit noch am Engagement hindert. Um Attraktivität bemüht zeigte sich auch der DAX, der gleich mehrmals einen Re-Break bei 13.000 Punkten versuchte und zudem schon bald (ab dem 21. August nach Handelsschluss, um genau zu sein) ein vorzeigbares neues Mitglied erhalten wird. Wieso? Weil Wirecard den Index völlig zu Recht vorzeitig verlassen werden. Auf wen die Wahl fällt, wird nach den gerade beschlossenen und daher ebenfalls neuen Statuten des Indexbetreibers Deutsche Börse erst kurz vor dem Abflug der Aschheimer verkünden, hoch gewettet werden Delivery Hero und Symrise, beide im MDAX gelistet. Übrigens:

Sehen Sie selbst!

Mehr zu den beiden Werten hatten die Kollegen Sebastian Hoffmann und Birgit Klein beim SG Active Trading-Webinar dabei, das Sie sich hier gerne noch einmal anschauen können. Da gibt es dann auch die ausführliche DAX-Analyse, die wir – aufgrund der charttechnischen Begebenheiten – heute relativ zügig hinter uns bringen können. Denn auf der Oberseite steht, wie schon in der Vorwoche, der nachhaltige (!) Ausbruch über die 13.000er-Barriere inklusive Re-Break bei 13.200 Punkten an, um einen Angriff auf das Rekordhoch bei 13.795 Zählern möglich zu machen. Auf der Unterseite ist es dagegen die Verteidigung der Doppelunterstützung aus 200-Tage-Linie und 12.000er-Marke, die unverändert oberste Priorität hat. Mit anderen Worten: der deutsche Leitindex ist weiterhin in der Schlüsselzone zwischen 13.200/13.000 und 12.200/12.000 gefangen, die bekanntlich von der Volumenspitze mit dem meisten Volumen seit dem Finanzkrisentief dominiert wird.

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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