Bildquelle: Pressefoto © voestalpine AG

Handelsstreit, Konjunkturabkühlung, schwächere Automobilabsätze und nun auch noch Corona. Die Autoindustrie hatte es zuletzt nicht besonders einfach. Schlechte Nachrichten auch für ein Unternehmen wie die voestalpine (WKN: 897200 / ISIN: AT0000937503), deren Kunden zu einem großen Teil aus der Autobranche kommen. Auch deshalb gilt es, Diversifikation zu betreiben.

Leichtbau-Kompetenz

Der österreichische Technologiekonzern kann dabei wichtige Erkenntnisse aus dem Automobilbereich für andere Branchen nutzen. In diesem Fall soll die Leichtbau-Kompetenz verstärkt im Bahnbereich zum Tragen kommen.

Gemeinsam mit der Rail Cargo Group, der Güterverkehrstochter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) wurde das Plattformkonzept TransANT entwickelt. Der Clou: Modular einsetzbare Güterwaggons mit unterschiedlichen Aufbauten in Leichtbauweise.

Für die neuen Leichtbauwaggons liefert die voestalpine ein Komplettsystem bestehend aus Hochleistungsstählen und einer entsprechenden Schweißtechnologie, das wesentlich zur Gewichtsreduktion und Einsatzflexibilität des Wagens beiträgt. So ermöglicht allein das um rund 20 Prozent leichtere Untergestell einen Zuladungsvorteil von bis zu vier Tonnen pro Waggon.

Produktion leidet unter Corona

Der ATX-Konzern verspricht sich davon im Bahnbereich einiges an positiven Wachstumsimpulsen. Schließlich soll europaweit die Umwelt entlastet werden, indem mehr Güter auf Schienen statt auf der Straße transportiert werden. Dabei sind solch optimistische Töne derzeit wichtiger denn je. Die jüngsten Geschäftsergebnisse zeigten die Folgen von COVID-19 klar auf.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Ende Juni) reduzierte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 28,1 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Das EBITDA ging von 371 auf 158 Mio. Euro zurück, während das Betriebsergebnis EBIT mit -49 Mio. Euro sogar negativ ausfiel (Vorjahr: +157 Mio. Euro).

Neben Stellenstreichung infolge einer corona-bedingt geringeren Produktionsauslastung waren im Juni 2020 in Österreich rund 10.400 und in Deutschland rund 2.600 voestalpine-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit bzw. international weitere 2.300 in kurzarbeitsähnlichen Modellen (z.B. Großbritannien, Rumänien, Belgien, Frankreich, USA).

FAZIT

Während sich andere Aktienmärkte zuletzt vom Corona-Schock stark erholen konnten, hinkte der ATX deutlich hinterher. Auch die Aktienkurse von Unternehmen wie der voestalpine haben Luft nach oben. Die stärkere Konzentration auf den Bahnbereich wird beim Technologiekonzern eine breite Konjunkturerholung nicht wettmachen können. Aber es handelt sich aufgrund der Nachhaltigkeitsdiskussion um einen Sektor mit Potenzial. Außerdem konnte die voestalpine mit dem Ende des Lockdowns im ersten Quartal eine stufenweise Erholung der Nachfrage feststellen, was der Aktie kurzfristig neuen Schwung verleihen konnte.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der voestalpine-Aktie setzen und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7QSM / ISIN: DE000MC7QSM9) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben mit passenden Short-Produkten (WKN: MC2JWV / ISIN: DE000MC2JWV8) die Gelegenheit auf fallende Kurse zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto © voestalpine AG

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