Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Es gibt erfreuliche Nachrichten bei Bayer (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017): Der DAX-Konzern erklärte am Donnerstag, dass Vereinbarungen mit Klägeranwaltskanzleien getroffen worden sind, mit denen etwa 90 Prozent der insgesamt fast 39.000 Essure-Klagen in den USA beigelegt werden.

Gesundheitsschäden durch Verhütungsmittel Essure

Bayer zufolge geht es dabei um Klagen von Frauen, die angeben, durch das Verhütungsmittel Gesundheitsschäden erlitten zu haben. Laut dem Leverkusener Chemie- und Pharmaunternehmen umfassen die Vergleiche sämtliche Gerichtsbarkeiten mit einer erheblichen Anzahl von Essure-Fällen, darunter die Joint Council Coordinated Proceedings (JCCP) im US-Bundesstaat Kalifornien sowie den Federal District Court for the Eastern District of Pennsylvania (EDPA).

Um die Klagen beizulegen ist die Zahlung von insgesamt rund 1,6 Mrd. US-Dollar vorgesehen. In dieser Summe ist auch eine Pauschale für Ansprüche enthalten, für die noch keine Vergleichsvereinbarungen vorliegen.

Kein Schuldeingeständnis

Im Gegenzug werden Klägerinnen, die sich dem Vergleich anschließen, ihre Klagen zurückziehen oder nicht einreichen. Bayer erklärte aber, dass die Vergleichsvereinbarungen keinerlei Eingeständnis eines Fehlverhaltens oder einer Schuld enthalten. Laut Bayer ist die Vergleichssumme durch bestehende Rückstellungen gedeckt.

Laut Bayer haben die aktuellen Vergleiche in den USA keinen Einfluss auf anhängige Rechtsstreitigkeiten in anderen Ländern, weil die Entscheidung von Bayer, diese Fälle beizulegen, maßgeblich auf Faktoren beruhe, die spezifisch für das US-Rechtssystem sind.

Bayer gab bereits im Jahr 2018 bekannt, den Verkauf und den Vertrieb von Essure in den USA freiwillig einzustellen. Diese Entscheidung folgte auf einen ähnlichen Schritt auf allen anderen Märkten im Jahr zuvor. Dem Konzern zufolge beruhte die Entscheidung aber lediglich auf einen Rückgang der Verkäufe.

Juristische Großbaustelle

Essure gehörte seit 2013 durch die Übernahme des US-Unternehmens Conceptus zum Bayer-Portfolio. Das Medikament entwickelte sich für Bayer zur juristischen Großbaustelle, nachdem vor allem in den USA immer mehr Klagen eingereicht worden sind von Frauen, die Essure für Nebenwirkungen wie chronische Schmerzen, Blutungen oder Depressionen verantwortlich machten.

200-Tage-Linie im Fokus

An der Börse bleibt die Lage für Bayer weiterhin angespannt. Nachdem im Juni ein Zwischenhoch bei 73,63 Euro markiert wurde, setzten die Notierungen bis Mitte August wieder in den Bereich der 57er-Marke zurück.

Sollte die Aktie eine neue Kurs-Rallye starten, gilt es, die 200-Tage-Linie (64,90 Euro) zurückzuerobern, um in den übergeordneten Aufwärtstrend zurückzuwechseln. Die nächsten Kursziele würden sich dann auf die Tops vom Juni (73,63 Euro) und vom Februar (78,34 Euro) stellen.

Wer optimistisch ist und auf steigende Kurse der Bayer-Aktie setzt und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC77NJ / ISIN: DE000MC77NJ8) auf der Long-Seite an. Skeptiker haben Gelegenheit mit entsprechenden Short-Hebelprodukten (WKN: MA0U7Y / ISIN: DE000MA0U7Y0) auch auf fallende Kurse der Bayer-Aktie zu setzen.

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