Bildquelle: Lyft

Auf dem Markt der Fahrdienstvermittler gibt es wieder spannende Neuigkeiten: Uber (WKN: A2PHHG / ISIN: US90353T1007) und Lyft (WKN: A2PE38 / ISIN: US55087P1049) haben am Donnerstag praktisch in letzter Minute einen Aufschub bei der Umsetzung eines Gesetzes in Kalifornien erreicht, wonach die Fahrer als Mitarbeiter und nicht mehr als selbstständige Unternehmer behandelt werden müssen.

Kalifornien-Betrieb sollte ausgesetzt werden

Zuvor hatte Lyft bereits angekündigt, in Kalifornien um Mitternacht den Betrieb auszusetzen, weil dann die neue Regelung greifen würde. Auch der Konkurrent Uber hatte einen Stopp in Aussicht gestellt.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Entscheidung eines Richters, dass auf solchen Plattformen aktive Fahrer in dem Bundesstaat gemäß einem Gesetz von 2019 als Mitarbeiter statt als unabhängige Unternehmer behandelt werden müssen.

Fortwährender Streit

Schon seit längerer Zeit gibt es Streit über den Status der Fahrer auf den Plattformen der Fahrdienstvermittler. Uber und Lyft behaupteten immer wieder, dass die meisten Fahrer selbst gar nicht zu festangestellten Mitarbeitern werden wollten.

Den Aufschub verknüpfte das zuständige Berufungsgericht aber mit Konditionen. Zunächst müssen Uber und Lyft einem beschleunigten Berufungsverfahren zustimmen.
Im nächsten Schritt müssen die Vorstandschefs bis zum 4. September persönlich zusichern, dass es Pläne zur Umsetzung des Gesetzes innerhalb von 30 Tagen gibt. Diese Pläne sollen zum Einsatz kommen, wenn das Gericht den Widerspruch ablehnt – oder eine von den Unternehmen angestrebte Ausnahmeregelung bei den kalifornischen Wählern durchfällt. In dem Berufungsverfahren wurde eine mündliche Anhörung auf den 13. Oktober angesetzt.

Uber und Lyft unter Druck

Uber und Lyft standen zuletzt unter großem Druck nach der Entscheidung eines Richters, nach der auf solchen Plattformen aktive Fahrer in Kalifornien gemäß einem Gesetz von 2019 als Mitarbeiter eingestuft werden müssen. Die einstweilige Verfügung sollte am Freitag in Kraft treten.

Die Fahrdienstvermittler machen sich weiterhin Hoffnung, dass im November die von ihnen stark unterstützte „Proposition 22“ angenommen wird, die eine Ausnahme von dem Gesetz für Fahrdienstvermittler vorsieht.

Gelingt der Lyft-Aktie die finale Trendwende nach oben?

Die Geschäfte von Lyft und Uber wurden durch die Corona-Pandemie erheblich belastet. Das schlug sich auch in den Aktienkursentwicklungen nieder. Die Aktie von Lyft brach zwischen Februar und März in der Spitze um 73 Prozent auf 13,50 Euro ein, konnte sich aber im Anschluss wieder stabilisieren und arbeitete sich bis Mitte August wieder in den Bereich der 25-Euro-Marke nach oben. Neue Kaufsignale würde es hier geben, wenn der Sprung über die 2oo-Tage-Linie (35 Euro) und das Juni-Hoch (36 Euro) gelingt.

Uber-Aktie vor neuem Kaufsignal

Ähnlich stellt sich die Lage bei Uber dar. Nachdem die Aktie zwischen Februar und März in der Spitze um 65 Prozent auf 13 Euro in die Tiefe stürzte, konnten die Notierungen bis Mitte August wieder in den Bereich der 27er-Marke aufholen. Ein neues Kaufsignal würde hier generiert werden, wenn die bei 28 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurückerobert wird.

Anleger, die von der Stärke von Lyft überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MC450A / ISIN: DE000MC450A0) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Wer dagegen das größere Aufholpotenzial bei Uber sieht, kann hier ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: MC8U9B / ISIN: DE000MC8U9B2) überproportional gewinnen.

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