Bildquelle: markteinblicke.de

Abseits der Aktienmärkte standen in dieser Woche unter anderem Gold, Bitcoin sowie Erdgas im Fokus.

Erdgas

Die Erdgaspreise (natural gas) verzeichneten jüngst einen steilen Kursanstieg. Allein auf Monatssicht ging es für die Notierungen um über 50 Prozent nach oben. Zu den aktuellen Kurstreibern gehören laut dem US-Finanzunternehmen Charles Schwab besser als erwartete Nachfrageprognosen rund um den Globus. Charles Schwab zufolge gab es zudem in Kalifornien zuletzt häufigere Stromausfälle. Das habe dazu geführt, dass Erdgas verstärkt als Ergänzung zur Windenergie eingesetzt wurde.

Demnach ist die Windenergie nicht allein in der Lage, den aktuellen Bedarf zu decken, was dazu führe, dass die Erdgasspeicher in den westlichen Regionen der USA in Anspruch genommen werden. Trotz der jüngsten Kurs-Rallye bei Erdgas zeigen die Trendpfeile übergeordnet weiter nach unten, denn die Gaspreise befinden sich schon seit Ende 2018 im Sinkflug, der nur kurzfristig immer mal wieder von neuen Aufholbewegungen unterbrochen wird.

Deshalb könnten die nächsten Kursrückschläge schon bald folgen. Dafür sprechen auch die immer günstiger werdenden erneuerbaren Energien und die zunehmende Kritik von Umweltschützern und aktivistischen Investoren, die vor allem das Geschäft mit Flüssigerdgas immer unsicherer machen. Außerdem hat sich die Gasnachfrage in Asien in den vergangenen Jahren schwächer entwickelt als gedacht, was einen weiteren Belastungsfaktor darstellt. 

Erdgas Turbo Short
WKN PH17CB
ISIN DE000PH17CB6
Emissionstag 6. Juli 2020
Produkttyp Knock-Out-Zertifikat
Emittent BNP Paribas

Bitcoin

Nachdem der Bitcoin im März zwischenzeitlich bis auf 4.335 US-Dollar einbrach, startete die Krypto-Währung eine steile Kletterpartie. Dabei haben sich die Notierungen bis Mitte August zeitweise fast verdreifacht und ein 13-Monats-Hoch bei zwischenzeitlich bei 12.635 US-Dollar markiert. Zu den Gründen für das Bitcoin-Comeback dürfte weiterhin die expansive Geldpolitik der Notenbanken gehören, die viele Anleger nervös macht.

Die Angst davor, dass Papiergeld immer weiter entwertet wird, löst eine Flucht in Sachwerte aus, zu denen viele Anleger inzwischen auch den Bitcoin zählen. Dieser wird also genau wie die Edelmetalle als Inflationsschutz angesehen. Viele Investoren ergänzen ihre Gold- und Silberbestände mit Bitcoins als zusätzliches Standbein und weiteren Portfolio-Baustein.

Die Akzeptanz des Bitcoin hat in den zurückliegenden Jahren spürbar zugenommen und durch den in der Corona-Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschub zusätzlichen Rückenwind erhalten. Für Kursfantasie sorgte zuletzt auch die Nachricht, dass mit Paypal einer der globalen Marktführer im Zahlungsdienst-Bereich Transaktionen mit Bitcoin erlauben will. Bei Mastercard soll es ebenfalls bereits entsprechende Überlegungen geben. Auch die US-Dollar-Schwäche der vergangenen Monate spielt dem Bitcoin in die Karten, denn der in US-Dollar gehandelte Bitcoin wird für Käufer außerhalb des US-Dollar-Währungsraums günstiger. 

Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin
WKN VL3TBC
ISIN DE000VL3TBC7
Emissionstag 26. Oktober 2017
Produkttyp Partizipationszertifikat
Emittent Vontobel

Gold

Der Börsen-Crash im ersten Quartal konnte die 2018 gestartete Gold-Rallye nur kurzzeitig unterbrechen. Denn so schnell wie der Preis des Edelmetalls gefallen war so schnell ging es im Anschluss auch weiter nach oben. Dabei legten die Notierungen bis zum 6. August auf 2.071 US-Dollar zu, was den höchsten Kursstand aller Zeiten bedeutete. Auch wenn der Kurs im Anschluss eine Verschnaufpause einlegte, dürfte Gold den übergeordneten Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ist Gold als Krisenwährung und als sicherer Anlagehafen bei Anlegern in diesem Jahr so stark gefragt wie lange nicht mehr.

Insbesondere die Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sowie vor der zunehmenden Geldentwertung durch die Gegenmaßnahmen der Notenbanken und Regierungen treiben viele Anleger derzeit in den Goldmarkt. Zu den Hauptargumenten der Gold-Fans gehört, dass die Menge des Rohstoffes begrenzt ist, ganz im Gegenteil zu den Papierwährungen, deren Volumen durch die Notenbanken quasi unbegrenzt aufgebläht werden kann. Das macht Gold für viele Anleger so wertvoll. Neben Inflationsängsten beflügelt auch die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle das Interesse an Gold. Es wird befürchtet, dass die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen zweiten Lockdowns zu einem weiteren Börsen-Crash führen. Viele Investoren erhöhen deshalb ihre Goldbestände, um ihre Portfolios für dieses Szenario abzusichern.

Gold Mini Long
WKN CY66XQ
ISIN DE000CY66XQ0
Emissionstag 14. Juli 2017
Produkttyp Mini-Future
Emittent Citigroup

 

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