Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

In dieser Woche steht die Vorstellung der Ergebnisse der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank durch EZB-Präsidentin Lagarde im Fokus. Angesichts des zuletzt relativ geringen Umfangs des laufenden Wertpapierkaufprogramms der EZB, der fortschreitenden wirtschaftlichen Erholung und der erfolgreichen verbalen Intervention gegen eine stärkere Euro-Aufwertung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane vor einer Woche besteht aktuell kein großer Handlungsdruck.

Zwar wurden die jüngsten Äußerungen des Chefs der US-Notenbank Fed Powell expansiv interpretiert, daher erwarten einige Marktbeobachter von der EZB eine weitere Senkung des Einlagenzinses oder eine frühzeitige Aufstockung der Wertpapierkaufprogramme. Dennoch ist mit konkreten Schritten in dieser Woche noch nicht zu rechnen.

Definitiv wird Lagarde aber die außergewöhnlich hohen Risiken für die konjunkturelle Entwicklung betonen und ankündigen, im Bedarfsfall mit weiteren expansiven Maßnahmen bereit zu stehen. Zumindest würde dieses Vorgehen den bisherigen Erfahrungen seit der Amtsübernahme durch Lagarde entsprechen. Größere Marktreaktionen sind entsprechend nicht unbedingt zu erwarten.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Donner & Reuschel / Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank

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