Bildquelle: Pressefoto NVIDIA

Die Aktie von NVIDIA (WKN: 918422 / ISIN: US67066G1040) verzeichnete trotz des corona-bedingten kurzfristigen Rückschlags im laufenden Jahr eine beeindruckende Kurs-Rallye. Im Zuge dieser legten die Notierungen bis Mitte September um zeitweise über 90 Prozent zu.

Es bestehen dabei gute Chancen, dass sich der Höhenflug der Aktie in den kommenden Wochen und Monaten weiter fortsetzen wird. Für neue Kursfantasie sorgt die Nachricht, dass der US-Grafikkartenentwickler eines der wichtigsten Unternehmen der Smartphone-Industrie übernehmen will.

Milliardenübernahme von Arm

Geplant ist die Übernahme des britischen Chip-Designers Arm zu einem Kaufpreis von 40 Mrd. US-Dollar, wie aus der zugrunde liegenden Vereinbarung hervorgeht. Verkäufer ist dabei das japanische Telekommunikations- und Technologieunternehmen Softbank.

Im Rahmen der geplanten Übernahme will NVIDIA alle Anteile von Arm mit Bargeld und Aktien erwerben. Dadurch würde Softbank und sein Vision-Fund einen Anteil an Nvidia zwischen 6,7 und 8,1 Prozent erhalten, gab Softbank am Montagmorgen bekannt.

Übernahme unter Vorbehalt

Die geplante Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden in den USA, der EU, China und Großbritannien. Die Unternehmen hoffen, dass die nötigen Genehmigungen innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten erteilt werden.

Das in Großbritannien ansässige Unternehmen Arm stellt selbst keine Computerchips her, sondern vergibt Lizenzen für die dahinterstehende Technologie. So stammt von Arm die Grundarchitektur der Chips, die in den meisten Smartphones und Tablet-Computern zum Einsatz kommt. Die Arm-Architekturen setzten sich in Smartphones gegen die Chip-Systeme des Halbleiterkonzerns Intel durch. Einer der Gründe ist hierfür insbesondere, dass die Arm-Architekturen deutlich stromsparender arbeiten.

Neuordnung der gesamten Branche

Die geplante Übernahme könnte jetzt zu einer Neuordnung der gesamten Branche führen, denn die Arm-Technologie steht unmittelbar vor einem Großangriff auf den PC-Markt. So gab der iPhone-Hersteller Apple bekannt, seine Mac-Computer auf Arm-Technologie umzustellen und auf dieser Basis eigene Prozessoren herzustellen.

Konkrete Pläne noch unklar

Noch ist nicht klar, welche Pläne NVIDIA mit Arm genau verfolgen will. Der NVIDIA-Mitbegründer und Vorstandschef Jensen Huang versicherte, dass das Lizenzmodell beibehalten werden soll. Gleichzeitig will NVIDIA laut Huang auch seine Grafik-Technologie über die Arm-Plattform anbieten. Das Hauptquartier von Arm soll demnach in Großbritannien bleiben und um Forschung für Robotik, autonomes Fahren und das Gesundheitswesen ausgebaut werden.

NVIDIA-Aktie: +50 Prozent Kursgewinn pro Jahr

Für NVIDIA könnte die geplante Übernahme einen echten Quantensprung bedeuten, der auch die Aktie weiter beflügeln dürfte. Das nächste Kursziel ist hier das Allzeithoch vom 2. September bei 495,50 Euro. Neue historische Tops dürften nur eine Frage der Zeit sein, denn NVIDIA gehört schon seit Jahren zu den Highflyern an der Wall Street. Allein in den vergangenen zehn Jahren verzeichnete die Aktie Kursgewinne von im Schnitt 50 Prozent pro Jahr.

Anleger, die von einer Fortsetzung der Aufhol-Rallye der NVIDIA-Aktie überzeugt sind, können mit einem passenden Long-Zertifikat (WKN: MA1JUM / ISIN: DE000MA1JUM5) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto NVIDIA

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