Bildquelle: Pressefoto Nikola

Die Aktie des US-Elektrofahrzeug-Entwicklers Nikola (WKN: A2P4A9 / ISIN: US6541101050) stand am Montag zeitweise unter kräftigem Verkaufsdruck, nachdem in der Nacht auf Montag vollkommen überraschend der Rücktritt von Trevor Milton bekannt wurde. Offenbar wurde der Druck auf den Gründer und Executive Chairman einfach zu groß.

Rücktritt mit sofortiger Wirkung

Der Manager hat sein Amt mit sofortiger Wirkung aufgegeben, sein Posten soll fortan von Stephen Girsky übernommen werden. Girsky ist ehemaliger stellvertretender Vorsitzender von General Motors (WKN: A1C9CM / ISIN: US37045V1008) und Mitglied des Aufsichtsrats von Nikola. Girsky ist zugleich CEO eines Nikola-Vorgängerunternehmens gewesen.

„Nikola liegt mir wirklich im Blut und wird es immer sein, und der Fokus sollte auf dem Unternehmen und seiner weltverändernden Mission liegen, nicht auf mir“, erklärte Milton im Rahmen der Pressemitteilung.

Der Rücktritt Miltons gibt Nikola-Skeptikern und Short-Sellern neuen Rückenwind und bereitet Anlegern zunehmend Sorgen. Nikola geriet im Vorfeld in das Visier des Leerverkäufers Hindenburg Research.

Komplexer Betrug?

Der Vorwurf des Börsenbriefes, der vom berüchtigten Leerverkäufer Nate Anderson verantwortet wird, lautet, dass die von Nikola entwickelte Technologie ein aufwendig inszenierter komplexer Betrug sei. Laut Medienberichten ermittelt inzwischen nicht nur die US-Börsenaufsicht SEC, sondern auch das Justizministerium wegen angeblicher Falschangaben.
Anderson zufolge hat sein Unternehmen umfangreiche Beweise gesammelt, die Dutzende Falschbehauptungen von Nikola-Gründer und Vorstandschef Trevor Milton belegen. Noch nie habe Hindenburg „dieses Level von Irreführung bei einem börsennotierten Unternehmen gesehen“.

Nikola bestreitet die Anschuldigungen

Nikola hatte eine längere Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Der Konzern beschuldigt Hindenburg Research falscher und irreführender Aussagen. Ziel soll es dabei sein, den Markt zu manipulieren, um Gewinne aus einer entsprechenden Nikola-Short-Position zu ziehen.

Aktie unter Druck

Die Aktie von Nikola startete am Dienstagvormittag mit einem Minus von zeitweise über zwei Prozent in den Handel, was den bisher tiefsten Kursstand in der noch jungen Börsenhistorie bedeutete. Nikola wird von vielen Anlegern zwar als Pionier in der Hybrid-Truck-Entwicklung gehandelt, doch das Unternehmen hat bislang noch keine Umsätze erzielt. Es bleibt damit spannend, wie die Entwicklung von Nikola weitergeht und ob sich die Vorwürfe gegen den Konzern erhärten werden.

Anleger, die von den Wachstumsaussichten bei Nikola überzeugt sind, können mit einem Long-Zertifikat (WKN: MA1A0C / ISIN: DE000MA1A0C4) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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Bildquelle: Pressefoto Nikola

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[…] Milton gibt Hindenburg Research Rückenwind. Der Börsendienst erhob gegen Nikola im Vorfeld den Vorwurf, dass die Technologie des E-Fahrzeugentwicklers ein komplexer Betrug sei. An der Börse steht die […]