Bildquelle: Pressefoto Tesla

Der Elektroauto-Bauer Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) will sich neue Käufergruppen erschließen und plant deshalb, einen Tesla zum Schnäppchenpreis auf den Markt zu bringen, der außerdem vollautonom fahren können soll. „Wir sind zuversichtlich, dass wir ein sehr, sehr überzeugendes Elektroauto für 25.000 Dollar bauen können“, gab Tesla-Chef und -Gründer Elon Musk am Dienstag bei Teslas „Battery Day“ im kalifornischen Fremont bekannt.

Hohe Erwartungen enttäuscht

Doch wann der Schnäppchen-Tesla auf den Markt kommen wird, bleibt dabei fraglich. Denn die Voraussetzung dafür, dass die Preise so stark fallen können, sind drastische Kostensenkungen in der Batterieherstellung. Musk hält diese Kostensenkungen zwar für erreichbar, aber erst in etwa drei Jahren.

Der Milliardär Elon Musk ist dafür bekannt, große Visionen und bahnbrechende Innovationen zu liefern. Deshalb wurden die hohen Erwartungen an den Battery Day nicht erfüllt. So hofften viele darauf, dass auf dem Event beispielsweise neue Technologien bei der Autobatterieherstellung präsentiert werden. Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass der Elektromobilität im Massenmarkt der Durchbruch gelingt.

Batteriekosten sollen halbiert werden

Doch dafür gab es von Musk wieder einmal vollmundige Prognosen. Laut Musk sollen mittel- bis langfristig die Batteriekosten dank technischer Fortschritte halbiert und die Reichweite der E-Autos massiv erhöht werden. Einen unmittelbaren Durchbruch in diesem Bereich gibt es also vorerst noch nicht. Musk zufolge dürften sich die Innovationen in Teslas Batterie-Technologie erst ab 2022 in größeren Produktionsvolumen bemerkbar machen. Das erklärte der Firmenlenker bereits vor dem Battery Day per twitter.

Tesla auf Erfolgskurs

Zwar konnte die Veranstaltung nicht ganz überzeugen, doch dafür sorgte der jüngste Geschäftsausblick, der auf der Hauptversammlung vor dem Battery Day bekanntgegeben wurde, für Zuversicht. Denn während die Autobranche durch die Corona-Krise einen weiteren Rückschlag einstecken musste, sieht Musk sein Unternehmen weiter auf Erfolgskurs. „Uns geht es 2020 sehr gut, wir werden trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30 und 40 Prozent erreichen“, erklärte Musk. Damit unterstrich Musk, dass Tesla am ehrgeizigen Jahresziel festhält, rund 500.000 E-Autos auszuliefern. Das würde eine Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten.

Aktienkurs beinahe verfünffacht

Dass sich viele Anleger vom Battery Day mehr versprochen haben, zeigte sich in einem Rücksetzer des Tesla-Aktienkurses. Am Mittwochvormittag korrigierten die Papiere zeitweise um über vier Prozent (aktuell: 346,80 Euro). Doch nach dem steilen Anstieg der vergangenen Monate war eigentlich mit einer Korrektur zu rechnen, schließlich hat sich der Aktienkurs im laufenden Jahr beinahe verfünffacht.

Aufwärtstrend intakt

Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt hier weiterhin intakt. Gut möglich ist, dass die Aktie in den kommenden Wochen das Allzeithoch vom 1. September bei 454 Euro in Angriff nimmt. Bis hierhin eröffnet sich ein Gewinnpotenzial von aktuell rund 30 Prozent.

Anleger, die von der Stärke von Tesla überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MA1NRF / ISIN: DE000MA1NRF7) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

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Bildquelle: Pressefoto Tesla

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