Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

„Neue Woche, neues Glück“, so dachten wir zumindest noch am frühen Montagmorgen – bevor die Märkte unter dem Verkaufsdruck nachgaben und in sich zusammenfielen. Dabei war es nicht die EINE Meldung, die den Kursen den Garaus machte, sondern eher eine Art Schwächeanfall, eine Kapitulation vor der möglichen zweiten Pandemiewelle, die angesichts rapide steigender Fallzahlen immer wahrscheinlicher wird. Oder etwa doch nicht? Schließlich versuchten sich die Märkte in den Folgetagen an einer Erholung; frei nach dem Motto „alles halb so wild“ kletterte der deutsche Leitindex vom zwischenzeitlichen Wochen- (und übrigens auch Monats-!)tief bei 12.505 Punkten wieder nach oben. Wobei die längere obere Lunte am Mittwoch (Tageshoch bei 12.831 Zählern, im Anschluss gab der DAX die zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab) schon ahnen ließ, was am nächsten Tag folgen würde:

Starke Volumenspitze!

Denn die Blue Chips brachen erneut nach unten weg und stellten dabei die Haltezone bei 12.500/12.400 ein weiteres Mal auf den Prüfstand. Der dritte Test läuft zur Stunde noch, das frische Woche- und Monatstief ist zum Redaktionsschlus bei 12.430 zu finden. Wer den Market Mover oder unsere Webinare aus der SG Active Trading-Reihe (nächster Termin übrigens der kommende Mittwoch, 30. September um 19.00 Uhr) regelmäßig verfolgt, der/die kennt dieses Kurslevel nur zu gut. Schließlich befindet sich hier, rund um die 12.500er-Marke die – nein, eigentlich DIE Volumenspitze überhaupt! In diesem Bereich hat sich seit dem Finanzkrisentief 2009 das meiste Volumen aufgebaut bzw. -gestaut, weshalb wir hier, je nach Ausgangspunkt, eine massive Unterstützung oder einen brachialen Widerstand vorliegen haben. Der (bislang) erfolgreiche Test dieser Chartmarke kann daher zunächst positiv gewertet werden, auch wenn es für Entwarnungen aller Art noch zu früh ist. Denn:

Schwache Tech-Werte!

Mit dem nächsten Kursrutsch an der Wall Street, wo es vor allem für die US-amerikanischen Tech-Werte im Nasdaq 100 einmal mehr nach unten und damit aktuell sogar unter die 11.000er-Marke ging, muss auch für die heimischen Titel mit neuem Verkaufsdruck gerechnet werden, zumindest in der Theorie. Als Kursziele sind dabei – sofern die 12.500er-Schwelle unterboten wird – die runde 12.000er-Marke und der Halt bei 11.800 zu nennen. Auf der Oberseite treffen wir ebenfalls alte Bekannte, allerdings waren das in der vergangenen Woche noch Unterstützungen: die Rede ist von der 12.800er-Marke sowie der 13.000er-Barriere, die es nun erneut zu überwinden gilt. Ob das gelingt? Da sage ich doch einfach mal: „Neue Woche, neues Glück?!“

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

Prime Quants verfasst und veröffentlicht Finanzpublikationen für institutionelle und private Anleger, die ihre Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen möchten. Das angebotene Spektrum erstreckt sich von kostenfreien Markt- und Einzelwertanalysen über komplexe Research-Studien bis hin zu täglichen Prognosen und realen Trades. Weitere Informationen unter www.prime-quants.de. Dort erhalten Sie auch den kostenlosen Newsletter Market Mover.

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Bildquellen: Prime Quants / Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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