Bildquelle: Pixabay / martinlutze-fotografie

Europas führende Augenoptikerkette Fielmann (WKN: 577220 / ISIN: DE0005772206) kommt offenbar wesentlich besser durch die Corona-Krise, als von vielen befürchtet wurde. Wie der Konzern am Mittwoch, den 30. September mitteilte, erholen sich die Geschäfte trotz der anhaltenden Pandemie schneller als prognostiziert.

Wirtschaftliche Erholung seit Mai

Dem in Hamburg ansässigen Unternehmen zufolge durchläuft die Geschäftsentwicklung dank des robusten Geschäftsmodells und einer konsequenten Kostenreduktion in der Krise ein V-Szenario. Nach dem deutlichen Einbruch von Absatz, Umsatz und Gewinn im April verzeichne der im SDAX notierte Konzern seit Mai eine wirtschaftliche Erholung, die im ersten Halbjahr insgesamt bereits wieder zu einem positiven Ergebnis führte.

Diese positive Entwicklung habe sich von Juli bis September weiter beschleunigt. Nach vorläufigen Schätzungen erzielte Fielmann im dritten Quartal einen Umsatz von etwa 420 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum Umsatzerlöse von 400 Mio. Euro verbucht wurden.

Der Gewinn vor Steuern soll im dritten Quartal des laufenden Jahres bei rund 80 Mio. Euro liegen, womit das Vorjahresergebnis (78,5 Mio. Euro) ebenfalls übertroffen werden dürfte. Mit dieser Prognose dürfte Fielmann das dritte Quartal voraussichtlich deutlicher erfolgreicher abschließen als erwartet.

Erwartungen dürften übertroffen werden

Auch für das Gesamtjahr zeigt sich Fielmann äußerst zuversichtlich. Laut dem Konzern dürften die bisher prognostizierten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2020 übertroffen werden. Prognostiziert wird ein Außenumsatz von über 1,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,76 Mrd. Euro), ein Konzernumsatz von mehr als 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,62 Mrd. Euro) und ein Gewinn vor Steuern von über 140 Mio. Euro (Vorjahr: 253,81 Mio. Euro). Diese Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass es im Jahresverlauf zu keinen weiteren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie kommt.

Dass Fielmann operativ inzwischen wieder zu alter Stärke zurückfindet, schlägt sich auch in der Entwicklung der Aktie nieder, die im ersten Quartal heftig zurückgeschlagen wurde. Zwischen Februar und März brachen die Notierungen in der Spitze um 45 Prozent auf 41,90 Euro ein, was ein Sechsjahrestief bedeutete.

Neues Kaufsignal

Es folgten eine V-Förmige Erholungs-Rallye bis Anfang Juni bis auf 67 Euro und ein anschließender dreieinhalbmonatiger Seitwärtslauf zwischen diesem Top auf der Oberseite und der 58er-Marke (Juni-Tief) auf der Unterseite. Am 25. September gelang dann der Ausbruch über die 67er-Kursbarriere, womit ein neues Kaufsignal generiert wurde. Bis Anfang Oktober arbeitete sich der Kurs dann bis auf zeitweise 69 Euro weiter nach oben.

Hier liegen die nächsten Kursziele

Charttechnisch ist der Weg jetzt frei bis zum 2020er-Jahreshoch vom Februar (76,25 Euro). Knapp darüber liegt auch schon das bisherige Allzeithoch aus dem Jahr 2017 bei 77,50 Euro. Wird dieser letzte Kurswiderstand überwunden, gibt es nach oben keine weiteren Widerstände mehr, sodass sich das nächste Kursziel auf die runde 100er-Marke stellen würde. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau eröffnet sich damit bei Fielmann ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von 45 Prozent. Die Aktie ist damit eine klare Kaufempfehlung.

Wer auf eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends der Fielmann-Aktie setzen und sogar überproportional von einem Kursanstieg profitieren möchte, schaut sich am besten entsprechende Hebelzertifikate auf der Long-Seite an (WKN: MC8EKV / ISIN: DE000MC8EKV1) an.

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