Bildquelle: markteinblicke.de

Die bedeutenden Bierbrauereien am Kapitalmarkt haben seit der Corona-Krise an Wert verloren. Im Gegensatz zu anderen Branchen, konnten sich die Aktienkurse der Brauereien jedoch nicht wieder vollständig erholen. Während sich für manche Bierhersteller Chancen bieten, gilt das bei weitem jedoch nicht für alle.

Verluste trotz steigender Nachfrage

Als in den meisten Ländern im März 2020 der Lockdown und damit der Stillstand des öffentlichen Lebens beschlossen wurde, traf es die Gastronomie mit am härtesten. Auch Clubs, Großveranstaltungen und Festivals mussten aus diesem Grund geschlossen oder abgesagt werden. Für Bierbrauer bedeutete dies herbe Verluste, da diese wichtigen Einnahmequellen sind. Dennoch möchten die Leute nicht auf den Genuss von Alkohol verzichten, wie Umfragen zeigen.

Mehr als ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland konsumiert in der Corona-Krise mehr Alkohol. Laut Handelsblatt ist die Nachfrage nach Bier in den letzten Monaten in den Getränke- und Supermärkten deutlich gestiegen. Kompensieren kann das Umsatzplus aus den Privathaushalten den Verlust aus der Gastronomie allerdings keineswegs.

Nach dem Deutschen Brauerbund (DBB) ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2020 um 16 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Umsatz sank überproportional um 19 Prozent. Nicht überraschend betont DBB-Präsident Jörg Lehmann, dass 2020 für die deutsche Brauwirtschaft eines der schwierigsten Jahre ihrer Geschichte sei.

Chancen für die Zeit nach Corona

Die Hersteller des Gerstensaftes haben also ein berechtigtes Interesse daran, dass die Menschen nach Bändigung des COVID-19-Virus zu ihren früheren Gewohnheiten, vor den Corona-Maßnahmen, zurückzukehren. Auch wenn es auf Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO Bestrebungen gibt, den Alkoholkonsum bis 2025 um zehn Prozent zu reduzieren, so scheint der Markt für alkoholische Getränke weiterhin zu wachsen.

Nach einer Studie der TU Dresden wird der Pro-Kopf-Konsum bis 2030 von derzeit 6,5 Litern Reinalkohol pro Jahr auf 7,6 Liter ansteigen. Für Henning Gebhardt, ehemaliger Star-Fondsmanager von der Berenberg Bank und DWS, ist die Sache noch klarer: „Wenn die Bars und Freizeitparks wieder aufmachen, haben einige Bieraktien einen Mega-Hebel nach oben“.

Preisdruck aufgrund fehlender Nachfrage

Jedoch sieht nicht jeder die Brauwirtschaft nach der Corona-Krise bei alten Kräften. Dem Handelsblatt zufolge gehen einige Experten von einem erhöhten Preisdruck auf die Hersteller aus. Der Hauptgeschäftsführer des DBB, Holger Eichele, blickt ebenfalls nicht in eine blühende Zukunft für das Brauereigewerbe. So spricht er von einem gerade erst begonnen, tiefgreifenden Strukturwandel.

„Wenn nichts geschieht, droht spätestens im Frühjahr eine Pleitewelle, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.“ Dies dürfte insbesondere kleinere Betriebe betreffen. Für die Großbrauereien wie Heineken könnte dies allerdings auch wieder neue Chancen auf Marktanteile bedeuten.

Anheuser-Busch InBev:

Die belgisch-brasilianische Firmengruppe gilt unter anderem mit den Marken Beck’s, Budweiser und Stella Artois als Weltmarktführer für Bier. Im zweiten Quartal brach das Ergebnis des Unternehmens um 86 Prozent, auf USD 351 Millionen ein. In diesem Zeitraum wurden mengenmäßig 17,1 Prozent weniger verkauft. Wie sich die Zahlen in der zweiten Jahreshälfte verändern, hängt maßgeblich von den dem weiteren Verlauf der Pandemie und den politischen Gegenmaßnahmen zusammen…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

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